Regie: Lado Kvataniya
Der Mörder von Rostow...
In jedem Land gibt es Serienkiller. Aber in totalitären Staaten
soll dieses böartige Phänomen eher verschwiegen werden. Regisseur Robert
Siodmak, der Jahzehnte lang berühmte Film Noirs in Hollywood drehte,
realisierte im Jahr 1957 das verstörende Meisterwerk "Nachts, wenn der
Teufel kam" mit Mario Adorf in der Rolle als Serienmörder Bruno Lüdke,
der im 3. Reich sein Unwesen treibt und Frauen mordet. Der Film erhielt
10 deutsche Filmpreise, ein Bambi und eine Nominierung für den Oscar als
bester Auslandsfilm.
Der russische Serienkillerbeitrag "Hetzjagd - Auf der Spur des
Killers" ist sicherlich ein filmischer Verwandter von Siodmaks düsterem
Zeitbild.
"Hetzjagd - auf der Spur des Killers" wurde von Lado Kvataniya inszeniert, das Drehbuch verfasste Olga Gorodezkaya.
Rostow am Don im Jahre 1991: Über zehn Jahre jagt Issa Davydov
((Niko Tavadze), ein Offizier der Kriminalpolizei, den sogenannten
„Ripper von Rostow“. Der gefürchtetste Serienmörder der Sowjetunion hat
in dieser Zeit 53 Menschen getötet – viele davon Kinder oder
Jugendliche. Nach all der Zeit kann Davydov nun endlich eine Verhaftung
vornehmen. Der Verdächtige (Daniil Spivakovskiy) wird mit erdrückender
Beweislast überführt und verurteilt. Alle glauben, den Kerl endlich
hinter Schloss und Riegel und damit Ruhe im Land zu haben. Der Polizist
wird von den Vorgesetzten mit einer großen Feier geehrt und erhält eine
Beförderung für seine Dienste. Doch noch in derselben Nacht wird eine
schwerverletzte Frau in das lokale Krankenhaus eingeliefert. Diese
behauptet, sie sei von demselben Serienmörder angegriffen worden, den
Davydov gefangen zu haben glaubte...
Der Film spielt auf verschiedenen Zeitebenen und ist daher
insgesamt sehr verschachtelt. Hinzu kommen einige sehr aussergewöhnliche
Einfälle, die die Geschichte noch weniger durchschaubar machen. So
taucht ein Mensch auf, der stets die Identität von Anderen annimmt und
sie nachahmt.
Die arg sprunghafte Erzählweise und die Unterteilung in sechs Kapitel dürfte nicht jedem zusagen und sie erfordert folgerichtig erhöhte Aufmerksamkeit. Viel spielt sich 1991 zum Zeitpunkt der Ergreifung des mutmaßlichen Killers ab, die Geschehnisse schalten jedoch bis 1981 zurück, als bereits mehrere Tatverdächtige zu Unrecht inhaftiert worden waren. Hinzu kommen abtrünnige Ermittler, die irgendwann Alleingänge anzetteln, Eheprobleme des Hauptermittlers und sogar ein inhaftierter Killer, der sozusagen als Profiler eine Einschätzung abgeben soll.
Das alles verpackt Kvataniya in angemessen düstere Bilder, die einen Eindruck des gesamten Molochs rund um die Region Rostow vermitteln, denn die Polizeiarbeit war durchzogen von Korruption und zweifelhaften Verhörmethoden, die auch vor Folter nicht zurückschreckten.
Als Issas Kollege und Schlüsselfigur des Plots ist Ivan Sevastyanov ist Evgeniy Tkachuk zu sehen.
Die arg sprunghafte Erzählweise und die Unterteilung in sechs Kapitel dürfte nicht jedem zusagen und sie erfordert folgerichtig erhöhte Aufmerksamkeit. Viel spielt sich 1991 zum Zeitpunkt der Ergreifung des mutmaßlichen Killers ab, die Geschehnisse schalten jedoch bis 1981 zurück, als bereits mehrere Tatverdächtige zu Unrecht inhaftiert worden waren. Hinzu kommen abtrünnige Ermittler, die irgendwann Alleingänge anzetteln, Eheprobleme des Hauptermittlers und sogar ein inhaftierter Killer, der sozusagen als Profiler eine Einschätzung abgeben soll.
Das alles verpackt Kvataniya in angemessen düstere Bilder, die einen Eindruck des gesamten Molochs rund um die Region Rostow vermitteln, denn die Polizeiarbeit war durchzogen von Korruption und zweifelhaften Verhörmethoden, die auch vor Folter nicht zurückschreckten.
Als Issas Kollege und Schlüsselfigur des Plots ist Ivan Sevastyanov ist Evgeniy Tkachuk zu sehen.
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