Samstag, 29. Juli 2023

The Dry


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Connolly

Abgründe in der Provinz...

Der Provinzthriller "The Dry" gehörte 2020 zu den zehn umsatzstärksten Kinofilmen des Jahres in Australien. Der Film basiert auf der gleichnamigen Geschichte von Jane Harper und wurde von Regisseur Robert Connolly inszeniert.
Thematisiert wird die tragische Geschichte der vier Jugendlichen Aaron Falk (Joe Klocek), seinem besten Freund Luke Hadler (Sam Corlett) und den beiden Mädchen Gretchen (Claude Scott Mitchell) und Ellie Deacon (Bebe Bettencourt). Die vier waren irgendwie ein eingeschworenes Team vor 20 Jahren. Doch alles endete mit dem rätselhaften Tod von Ellie, deren Leiche im Fluß gefunden wird. Es sieht alles nach Suizid aus, doch in der Stadt wird getratscht, weil man am Ort ihres Todes einen Zettel fand, den Aaron schrieb "wir trefen uns unten am Fluß".
Aarons Freund Luke gibt dem in Verdacht geratenen Aaron ein Alibi, indem die beiden miteinander die Absprache treffen, dass sie zum Todeszeitpunkt zusammen auf Hasenjagd waren.
Diese Geschichte ist 20 Jahre her und sie treibt Vater Erik Falk (Jeremy Lindsay Taylor) dazu den Ort mit seinem Sohn zu verlassen, da die Mitbewohner beiden das Leben zur Hölle machen, indem Morddrohungen ausgesprochen werden.
Diese Geschichte aus der Vergangenheit ist nie so ganz geklärt worden, die Menschen werden aber in der Jetztzeit mit diesem Ereignis erneut konfrontiert.
Luke Hadler (Martin Dingle Wall) hat in der Zwischenzeit geheiratet und mit seiner Frau zwei Kinder, scheinbar glücklich und harmonisch. Doch er begeht Selbstmord - einen erweiterten Suizid, weil er vor seinem Tod seine Frau und den kleinen Jungen erschossen hat. Das Baby ließ er am Leben.
Eine Darstellung mit der sich Lukes Eltern Barb (Julia Blake) und Gerry (Bruce Spence) nicht abfinden können. Sie glauben nicht an die Selbstmordversion, schon gar nicht, dass ihr Sohn seine Familie vorher hingerichtet haben soll. Aaron (Eric Bana), der Jugendfreund von damals ist inzwischen Bundesagent geworden. Er kehrt in seine alte Heimatstadt Kiewarra in Victoria zurück um an der Beerdigung seines damaligen Freundes teilzunehmen. Lukes Eltern bitten Aaron Falk, zu bleiben und das Verbrechen zu untersuchen. Er stimmt widerwillig zu. Doch sein Auftauchen ist nicht von allen gern gesehen. Ellies Vater Mal (William Zappa) und Ellies Bruder Grant (Matt Nable) begegnen dem Heimkehrer unverholen mit viel Hass und Aggression. Der örtliche Polizist Greg Raco (Keir O´Donnell) ist jedoch nicht abgeneigt die professionelle Hilfe von Außen anzunehmen, denn auch ihm sind Unstimmigkeiten beim Tathergang aufgefallen und er zweifelt ebenfalls an der gängigen Meinung des erweiterten Selbstmordes. Auch Gretchen (Genevieve O´Reilly) freut sich, ihren damaligen Schmarm Aaron wiederzusehen...



Als Schullehrer Whitlam ist John Polson zu sehen. Connollys Film ist sehr ruhig inszeniert, auch Eric Bana agiert etwas langsam und behäbig. Aber die Geschichte bleibt spannend. Der Schluß ist vielleicht etwas zu harmonisch gestaltet, da sich am Ende sowohl der alte als auch der neue Fall lösen lässt. Hier hätten die Macher durchaus etwas progressiver und nicht ganz so glatt vorgehen können, denn es gab viele Lügen in der Vergangenheit, die man etwas tiefer hätte beleuchten können. Es wird zuviel aufgelöst. 





Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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