Regie: Ron Howard
Houston, wir haben ein Problem...
Ron Howard begann seine Hollywood Karriere als Darsteller. Er
spielte als Jugendlicher in Filmen wie "American Graffiti" und "Der
letzte Scharfschütze", für den er sogar eine Golden Globe Nominierung
als bester Nebendarsteller erhielt, allerdings konnte er sich gegen
Laurence Olivier als Dr. Szell in Schlesingers "Marathon Mann" nicht
durchsetzen. Ab den späten 70er Jahren versuchte er sich auch als
Regisseur. Erste durchschlagende Erfolge in dieser Kategorie hatte er
mit der bezaubenden Comedy "Splash" mit der die Hauptdarsteller Tom
Hanks und Daryl Hannah bekannt wurden. Weitere Filme wie "Cocoon",
"Willow", "Backdraft" oder "In einem fernen Land" konnten ebenfalls
überzeugen. Für "Beautfiful Mind - Genie und Wahnsinn" wurde er 2002 mit
je einem Oscar in den Kategorien "Beste Regie" und "Bester Film"
ausgezeichnet.
Einer seiner erfolgreichsten Film entstand 1995 mit "Apollo 13" -
der Film belegte im Kinojahr 1995 den dritten Platz im Jahresranking.
Am 16. Juli 1969 war es soweit: Die erste bemannte Mondlandung in
der Geschichte der Raumfahrt wurde durch die Astronauten Neil Armstrong,
Edwin Aldrin und Michael Collins zum Erfolg.
Am 20. Juli 1969 veranstaltet der Astronaut Jim Lovell (Tom Hanks)
eine Party, bei der die Gäste die im Fernsehen übertragenen ersten
Schritte Neil Armstrongs auf dem Mond von Apollo 11 aus verfolgen.
Lovell, der den Mond mit Apollo 8 umkreist hat, sagt seiner Frau
Marilyn (Kathleen Quinlan), dass er zum Mond zurückkehren wird, um auf
seiner Oberfläche zu laufen.
Drei Monate später, als Lovell eine VIP-Tour durch das Vehicle
Assembly Building der NASA durchführt, teilt ihm sein Chef Deke Slayton
(Chris Elis) mit, dass seine Crew Apollo 13 statt 14 fliegen wird und
mit der Crew von Alan Shepard die Flüge tauscht. Lovell, Ken Mattingly
(Gary Sinise) und Fred Haise (Bill Paxton) trainieren für ihre Mission.
Einige Tage vor dem Start im April 1970 erkrankt Mattingly an Masern,
und der Fliegerarzt verlangt, dass er durch Mattinglys Ersatzmann Jack
Swigert (Kevin Bacon) ersetzt wird. Lovell sträubt sich dagegen, sein
Team aufzulösen, gibt aber nach, als Slayton droht, seine Mannschaft auf
eine spätere Mission zu verlegen. Als der Starttermin näher rückt, hat
Marilyn einen Alptraum über den Tod ihres Mannes im Weltraum und teilt
Lovell mit, dass sie nicht zum Kennedy Space Center gehen wird, um ihn
bei einem beispiellosen vierten Start zu begleiten. Später ändert sie
ihre Meinung und überrascht ihn.
Am Tag des Starts gibt Flugdirektor Gene Kranz (Ed Harris) im
Missionskontrollzentrum in Houston grünes Licht für den Start. Während
die Saturn-V-Rakete durch die Atmosphäre steigt, schaltet sich ein
Triebwerk der zweiten Stufe vorzeitig ab, aber die Rakete erreicht ihre
Erdumlaufbahn. Nachdem die dritte Stufe erneut gezündet hat, um Apollo
13 zum Mond zu schicken, führt Swigert das Manöver durch, um die
Kommandokapsel Odyssey umzudrehen und an die Mondlandefähre Aquarius
anzudocken und sie von der verbrauchten Rakete wegzuziehen.
Drei Tage nach Beginn der Mission schaltet Swigert auf Anweisung
von Mission Control die Ventilatoren für den flüssigen Sauerstoff ein.
Ein elektrischer Kurzschluss führt zur Explosion eines Tanks, der seinen
Inhalt ins All entleert und das Raumschiff zum Absturz bringt. Bald
wird festgestellt, dass der andere Tank undicht ist. Sy Liebergot (Clint
Howard), der für die Verbrauchsmaterialien zuständige Manager,
überzeugt Kranz davon, dass das Abschalten von zwei der drei
Brennstoffzellen der Odyssey die beste Chance ist, das Leck zu stopfen.
Da nur eine Brennstoffzelle zur Verfügung steht, muss die Mondlandung
nach den Missionsregeln abgebrochen werden. Lovell und Haise fahren die
Aquarius hoch, um sie als "Rettungsboot" zu benutzen, während Swigert
die Odyssey abschaltet, um ihre Batterien für die Rückkehr zur Erde zu
schonen. Kranz beauftragt sein Team, die Astronauten nach Hause zu
bringen, und erklärt, dass "Versagen keine Option ist". Dennoch ist der
Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ein massives Risiko und die Chancen
es zu meistern stehen nicht gut...
Insgesamt wurde "Apollo 13" für 9 Oscars nominiert. Ed Harris bekam
eine als bester Nebendarsteller und auch Kathleen Quinlain durfte sich
freuen.
Weitere Nominierungen gab es in den Kategorien für die besten
Spezialeffekte, das beste Szenenbild, die beste Musik, den besten Film
und für das beste adaptierte Drehbuch. In den Kategorien "Bester Ton"
und "Bester Schnitt" wurde ein Sieg eingefahren. Ron Howard bevorzugte
für seinen Film einen gewissen dokumentarischen Stil.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
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