Donnerstag, 29. Juni 2023

Die Kammer


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: James Foley

In der Todeszelle...

Gute Filme und schlechte Filme finden sich in James Foleys Filmographie. Für den Madonna Film "Whos that girl ?" bekam der Regisseur seine erste Nominierung bei der Vergabe der  "Goldene Himbeere". 2018 und 2019 konnte er für seine beiden "Fifty Shades of Grey" Filme noch zweimal eine Nominierung als schlechtester Regisseur des Jahres holen. Demgegenüber stehen aber sehr geglückte Filme wie "Auf kurze Distanz" mit Sean Penn, "After Dark my Sweet" und vor allem das hervorragende Kammerspiel "Glengarry Glen Ross" aus dem Jahr 1992.
1996 wurde er für die Verfilmung des John Grisham Bestsellers "Die Kammer" als Regisseur verpflichtet. Der Film wurde allerdings ein Kassenflop mit 22 Millionen Dollar Umsatz. Lediglich Robert Altmans "Gingerbread man" lief im Kino noch schlechter.
Die Geschichte spielt in Indianola, Mississippi im April 1967. Die Rassenunruhen beherrschen das gesamte Land und der Klu Klux Klan ist schwer beschäftigt mit terroristischen und mörderischen Aktivitäten. Einer der Ziel der Rassisten ist der jüdische Bürgerrechtsanwalt Marvin Kramer, der eines Morgens seine beiden fünfjhrigen Zwillingssöhne ins Büro mitnimmt - wenige Minuten nach seinem Eintreffen geht in seinem Büro eine Bombe hoch, die die beiden Kids tötet. Kramer überlebt, allerdings beinamputiert. Er begeht daraufhin Selbstmord. Zurück bleibt die Witwe Ruth (Millie Perkins).
Als vermeintlicher Täter wird der Klansoldate Sam Cayhall (Gene Hackman), schließlich zum Tod in der Gaskammer des Mississippi State Penitentiary verurteilt. Doch bevor nun das Urteil verstreckt werden soll, sind schon 29 Jahre vergangen. Cayhalls Enkel Adam Hall (Chris O´Donnell), der Anwalt ist, möchte seinen Großvater beraten, dass zumindest ein Aufschub erreicht werden kann. Dabei ist Adam alles andere als ein Freund seines Großvaters. Die ganze Familie hat aufgrund der Vergangenheit des Großvaters den Namen geändert. Adams Vater hat durch diese fatale Familienkonstellation Selbstmord begangen und die Tochter Lee Bowen (Faye Dunaway) führt ein Leben als bekannte Prominente, sie ist alkohlkrank - was sie genauso verheimlichen kann wie ihren berüchtigten Dad. Die erste Begegnung zwischen Enkel und Großvater verläuft auch wenig herzlich. Sam ist ein schroffer, verbitterter und reueloser Rassist, der mit seiner Beteiligung an dem Bombenattentat immer noch prahlt, er bestreitet jeodch, dass die Bombenanschläge zum Töten gedacht waren. Ausserdem verspottet er die politische Einstellung von Adam, doch dieser lässt nicht locker und findet bald einen Zugang zu seinem Verwandten, der im Hochsicherheitstrakt auf seine Hinrichtung wartet, die in nur wenigen Tagen stattfinden soll....




Robert Prosky ist als E. Garner Goodman zu sehen und David Marshall Grant spielt den oppoturnistischen Gouverneur McAllister. Obwohl am Ende noch der Haupttäter Rollie Wedge (Raymond G. Barry) ausfindig gemacht werden kann, wird das Urteil in der Gaskammer vollstreckt.
Foleys Film ist sicherlich nicht die beste Grisham Verfilmung, aber dennoch ist er nicht so schlecht wie die Kritik ihn damals bewertete. Der gesamte Film wird in weiten Teilen von Gene Hackman getragen, der präsent und überzeugend agiert. Faye Dunaway ist m.E. irgendwie fehlbesetzt und Chris O´Donnell bleibt eher farblos. Auch ist der Film wenig spannend, sondern eher dialoglastig.




Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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