Donnerstag, 29. Juni 2023

Der Pate von Greenwich Village


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Stuart Rosenberg

Zwei unzertrennliche Freunde...

Stuart Rosenbergs bekanntester Film ist sicherlich "Cool Hand Luke" aus dem Jahr 1967. Der Film mit Paul Newman war ein riesiger Kinoerfolg und festigte Newmans Ruf als hochkarätiger Kassenstar. Ebenfalls sehr erfolgreich im Kino waren "Ein Mann räumt auf" mit Charles Bronson, der Horrorschocker "Amityville Horror" und "Brubaker" (ein weiterer Gefängnisfilm).
1984 übernahm er die Regie des Filmprojekts "The Pope of Greenwich Village", bei dem zuerst Michael Cimino die Regie führen sollte und das Drehbuch auf die Stars Robert de Niro und Al Pacino zugeschnitten war.
Diese Idee wurde aber nicht in die Realität umgesetzt und die beiden best Buddys, von denen dieser schwarzhumorige Mafiafilm erzählt, wurde an Mickey Rourke und Eric Roberts (der Bruder von Julia Roberts) vergeben.
In Deutschland versprach man sich von dem Titel "Der Pate von Greenwich Village" sicherlich mehr Zuschauer, obwohl auch in einer entscheidenden Szene der deutschen Fassung vom "Papst von Greenwich Village" die Rede ist.
Rosenbergs Film beginnt mit Impressionen des Greenwich Village in Manhattan, New York - der Zuschauer hört den Frank Sinatra Classic Song "Summer Wind" und der gibt auch die leichte Tonart einer ernsten Geschichte vor. Es ist die Geschichte zweier besten Freunde, die im italienischen Viertel leben und sich nicht immer legal durchs Leben schlagen. Doch Charlie (Mickey Rourke) hat große Pläne. Derzeit als Maitre d´Hotel in einem Restaurant beschäftigt, träumt er vom eigenen Restaurant. Charlie hängt mit seinem intriganten Cousin Paulie (Eric Roberts) ab und hat ihm nun auch eine Anstellung als Kellner in dem Restaurant verschafft, in dem er arbeitet. Doch dies war ein Fehler, denn Paulie rechnet so falsch ab, dass der Chef den Betrug merkt. Somit sind beide Männer ihren Job wieder los. Diane (Daryl Hannah) ist die Freudin von Charlie und sieht es nicht gerne, dass sich ihr Freund ständig mit dem Verlierer Paulie abgibt. Doch Familienbande sind unzertrennlich bei Männern mit italienischen Wurzeln. Nun ist Diane auch noch schwanger und so muss Charlie ienen anderen Weg finden, um seinen Traum doch noch zu verwirklichen. Obwohl vorsichtig geworden, lässt er sich doch wieder von Paulie überreden bei einer scheinbar idiotensicheren Raubidee mitzumachen. Mit dem Uhrmacher und Schlosser Barney (Kenneth McMillian) wollen die Freunde eine große Menge Bargeld im Tresor eines ortlichen Geschäftes erbeuten. Charlie willigt widerwillig ein und sie können den Safe auch knacken. Doch mit dem Auftauchen des Polizisten Walter Ritter (Jack Kehoe) am Tatort hat keiner gerechnet und schon gar nicht mit dem Unfall, der dem Polizisten das Leben kostet. Es kommt noch dicker: Der Bulle hat den Obermafiosi Eddie Grant (Burt Young) abgehört, dem das Geld aus dem Tresor gehört.
Die Mafia findet heraus, dass Paulie darin verwickelt ist, und nicht einmal sein Onkel Pete (Tony Musante), der zu Eddies Leuten gehört, kann ihm helfen. Eddies Schergen schneiden Paulie zur Strafe den linken Daumen ab. Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis auch Charlie auf der Abschußliste der Mafia steht...





In "Der Pate von Greenwich Village" glänzt vor allem die großartige Geraldine Page in einer Nebenrolle als Mutter des Polizisten. Sie hat im Film nur zwei Szenen, aber die sind so genial, dass sie völlig zu Recht eine Oscarnominerung in der Kategorie" Best supporting actress" erhielt, es siegte allerdings Peggy Ashcroft für ihre ebenso klasse Rolle in David Leans "Reise nach Indien".
1986, nach insgesamt sieben erfolglosen Nominierungen, wurde ihr mit der achten Nominierung der Oscar für ihre Leistung in "A trip to Bountiful" verliehen. Während der Verleihung erhielt sie eine zwei Minuten andauernde Stehende Ovation. Auch sonst ist der Film sehr gut besetzt und Mickey Rourke macht seine Sache sehr gut. Eric Roberts Darstellung wirkt stellenweise etwas zu gekünstelt, obwohl er auch einige sehr effektive Szenen hat.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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