Regie: Brian G. Hutton
Kellys Helden...
Brian G. Huttons beste Arbeit ist der 1968 entstandene
Kriegsfilmklassiker "Agenten sterben einsam" mit Clint Eastwood und
Richard Burton in den Hauptrollen. Auch beim Nachfolgefilm "Stoßtrupp
Gold" arbeitete Hutton erneut mit Clint Eastwood zusammen. Während
"Agenten sterben einsam" sehr gute 22 Millionen Dollar einspielte, hatte
"Kellys Heroes" nicht den erwarteten Publikumszuspruch. Mit einem
Budget von 4 Millionen Dollar mussten sich die Macher mit einem
nationalen Einspielergebnis von nur 5,5 Millionen Dollar begnügen. Die
beiden Films sind auch sehr unterschiedlich in ihrer Ausrichtung.
Während in der Alistair McLean Verfilmung "Agenten sterben einsam"
durchweg auf Spannung gesetzt wurde, hat im "Stoßtrupp Gold" der Klamauk
die Majorität. Was nicht unbedingt negativ sein muss, aber hier macht
sich doch etwas wie Enttäuschung breit, denn im Vergleich schneidet die
komödienhafte Variante schon deutlich schwächer ab.
Brian G. Hutton erzählt von einer bunt zusammengewürfelten Gruppe
amerikanischer GIS, die sich unerlaubt von der Gruppe entfernen, um eine
französsiche Bank hinter den deutschen Linien auszurauben, n der sich
Nazi Goldbarren von 1,6 Millionen Dollar (heutiger Wert ca. 270
Millionen Dollar) befindet.
Während eines Gewitters Anfang September 1944 nähern sich Einheiten
der 35. Infanteriedivision der französischen Stadt Nancy. Einer der
mechanisierten Aufklärungszüge der Division erhält den Befehl, seine
Position zu halten, als die Deutschen einen Gegenangriff starten. Der
zahlenmäßig unterlegene Zug wird auch von den eigenen Mörsern unter
Beschuss genommen.
Gefreiter Kelly (Clint Eastwood) ein ehemaliger Leutnant, der für
einen gescheiterten Infanterieangriff zum Sündenbock gemacht wurde,
nimmt Oberst Dankhopf (David Hurst) vom Geheimdienst der Wehrmacht
gefangen. Beim Verhör seines Gefangenen bemerkt Kelly, dass sich in der
Aktentasche des Offiziers mehrere Goldbarren befinden, die unter einer
Bleiplatte versteckt sind. Neugierig geworden, macht er den Oberst
betrunken und erfährt, dass 14.000 Goldbarren in einem Banktresor 30
Meilen (50 km) hinter den deutschen Linien in der französischen Stadt
Clermont gelagert sind. Als ihre Stellung überrannt wird und die
Amerikaner sich zurückziehen, tötet ein Tiger I-Panzer Dankhopf.
Kelly beschließt, das Gold zu stehlen. Er rekrutiert den
Versorgungsfeldwebel "Crapgame"(Don Rickles), um die benötigten Vorräte
und Waffen zu beschaffen. Ein abgehalfterter Panzerkommandant namens
"Oddball"(Donald Sutherland) hört von dem Plan und schlägt vor, dass
seine drei nicht angekoppelten M4 Sherman-Panzer an der Aktion
teilnehmen. Während ihr befehlshabender Offizier, Captain Maitland (Hal
Buckley), damit beschäftigt ist, seinen Onkel "The General" zu besuchen
(und eine Jacht zu stehlen), sind alle in Kellys Zug bereit, sich an dem
Raub zu beteiligen. Nach vielen Diskussionen überredet Kelly
schließlich den zynischen Master Sergeant "Big Joe" (Telly Savales),
mitzumachen...
Damit beginnt der ausufernde Actionpart des Films. Insgesamt ist die Kriegsklamotte bis heute sehr umstritten. Manche sahen in dem Film eine gute Symbiose zwischen "Agenten sterben einsam" und "Das dreckige Dutzend" - andere fanden, dass der Film eine Überdosis an Actionanteilen hat, die irgendwann langweilig werden und/oder wenig realistisch sind. Hintergründig kann man vielleicht schmunzeln, weil die kriegsmüden Amis endlich froh sind, als der Vorgesetzte weg muss, aber dann wie gierige Furien Krieg ohne Rücksicht auf Verluste spielen, nur um die eigenen Säcke zu füllen. Zeitgleich erfährt aber der Oberste Vorgesetze vom unerschrockenen Vorgehen seiner Jungs gegen den Feind und sieht in seinen Männern echte amerikanische Heroes.
Damit beginnt der ausufernde Actionpart des Films. Insgesamt ist die Kriegsklamotte bis heute sehr umstritten. Manche sahen in dem Film eine gute Symbiose zwischen "Agenten sterben einsam" und "Das dreckige Dutzend" - andere fanden, dass der Film eine Überdosis an Actionanteilen hat, die irgendwann langweilig werden und/oder wenig realistisch sind. Hintergründig kann man vielleicht schmunzeln, weil die kriegsmüden Amis endlich froh sind, als der Vorgesetzte weg muss, aber dann wie gierige Furien Krieg ohne Rücksicht auf Verluste spielen, nur um die eigenen Säcke zu füllen. Zeitgleich erfährt aber der Oberste Vorgesetze vom unerschrockenen Vorgehen seiner Jungs gegen den Feind und sieht in seinen Männern echte amerikanische Heroes.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen