Dienstag, 20. Juni 2023

Stoßtrupp Gold


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Brian G. Hutton

Kellys Helden...

Brian G. Huttons beste Arbeit ist der 1968 entstandene Kriegsfilmklassiker "Agenten sterben einsam" mit Clint Eastwood und Richard Burton in den Hauptrollen. Auch beim Nachfolgefilm "Stoßtrupp Gold" arbeitete Hutton erneut mit Clint Eastwood zusammen. Während "Agenten sterben einsam" sehr gute 22 Millionen Dollar einspielte, hatte "Kellys Heroes" nicht den erwarteten Publikumszuspruch. Mit einem Budget von 4 Millionen Dollar mussten sich die Macher mit einem nationalen Einspielergebnis von nur 5,5 Millionen Dollar begnügen. Die beiden Films sind auch sehr unterschiedlich in ihrer Ausrichtung. Während in der Alistair McLean Verfilmung "Agenten sterben einsam" durchweg auf Spannung gesetzt wurde, hat im "Stoßtrupp Gold" der Klamauk die Majorität. Was nicht unbedingt negativ sein muss, aber hier macht sich doch etwas wie Enttäuschung breit, denn im Vergleich schneidet die komödienhafte Variante schon deutlich schwächer ab.
Brian G. Hutton erzählt von einer bunt zusammengewürfelten Gruppe amerikanischer GIS, die sich unerlaubt von der Gruppe entfernen, um eine französsiche Bank hinter den deutschen Linien auszurauben, n der sich Nazi Goldbarren von 1,6 Millionen Dollar (heutiger Wert ca. 270 Millionen Dollar) befindet.
Während eines Gewitters Anfang September 1944 nähern sich Einheiten der 35. Infanteriedivision der französischen Stadt Nancy. Einer der mechanisierten Aufklärungszüge der Division erhält den Befehl, seine Position zu halten, als die Deutschen einen Gegenangriff starten. Der zahlenmäßig unterlegene Zug wird auch von den eigenen Mörsern unter Beschuss genommen.
Gefreiter Kelly (Clint Eastwood) ein ehemaliger Leutnant, der für einen gescheiterten Infanterieangriff zum Sündenbock gemacht wurde, nimmt Oberst Dankhopf (David Hurst) vom Geheimdienst der Wehrmacht gefangen. Beim Verhör seines Gefangenen bemerkt Kelly, dass sich in der Aktentasche des Offiziers mehrere Goldbarren befinden, die unter einer Bleiplatte versteckt sind. Neugierig geworden, macht er den Oberst betrunken und erfährt, dass 14.000 Goldbarren in einem Banktresor 30 Meilen (50 km) hinter den deutschen Linien in der französischen Stadt Clermont gelagert sind. Als ihre Stellung überrannt wird und die Amerikaner sich zurückziehen, tötet ein Tiger I-Panzer Dankhopf.
Kelly beschließt, das Gold zu stehlen. Er rekrutiert den Versorgungsfeldwebel "Crapgame"(Don Rickles), um die benötigten Vorräte und Waffen zu beschaffen. Ein abgehalfterter Panzerkommandant namens "Oddball"(Donald Sutherland) hört von dem Plan und schlägt vor, dass seine drei nicht angekoppelten M4 Sherman-Panzer an der Aktion teilnehmen. Während ihr befehlshabender Offizier, Captain Maitland (Hal Buckley), damit beschäftigt ist, seinen Onkel "The General" zu besuchen (und eine Jacht zu stehlen), sind alle in Kellys Zug bereit, sich an dem Raub zu beteiligen. Nach vielen Diskussionen überredet Kelly schließlich den zynischen Master Sergeant "Big Joe" (Telly Savales), mitzumachen...




Damit beginnt der ausufernde Actionpart des Films. Insgesamt ist die Kriegsklamotte bis heute sehr umstritten. Manche sahen in dem Film eine gute Symbiose zwischen "Agenten sterben einsam" und "Das dreckige Dutzend" - andere fanden, dass der Film eine Überdosis an Actionanteilen hat, die irgendwann langweilig werden und/oder wenig realistisch sind. Hintergründig kann man vielleicht schmunzeln, weil die kriegsmüden Amis endlich froh sind, als der Vorgesetzte weg muss, aber dann wie gierige Furien Krieg ohne Rücksicht auf Verluste spielen, nur um die eigenen Säcke zu füllen. Zeitgleich erfährt aber der Oberste Vorgesetze vom unerschrockenen Vorgehen seiner Jungs gegen den Feind und sieht in seinen Männern echte amerikanische Heroes.
 




Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen