Donnerstag, 29. Juni 2023

Indian Runner


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Sean Penn

Zwei ungleiche Brüder...

Sean Penn erhielt 2 Oscars für seine Darstellerleistungen in "Mystic River" und "Milk". Desweiteren bekam er auch für die Filme "Dead Man Walking", "Ich bin Sam" und "Sweet and Lowdown" weitere Oscarnominierungen. 1991 debütierte er mit dem Krimidrama "Indian Runner" auch als Regisseur. Es folgten mit der Dürrenmatt Verfilmung "Das Versprechen" und "Into the Wild" weitere Regiearbeiten.
Sein Regiedebüt basiert auf dem Song "Highway Patrolman" von Bruce Springsteen. Sean Penn schrieb auch das Drehbuch zu der Geschichte über zwei sehr ungleiche Brüder.
Ort der Handlung: Nebraska in den 60er Jahren. Der Kleistadtsheriff Joe Roberts (David Morse) hat bei einer Verfolung einen Mann erschossen, dessen Eltern verfluchen den Gesetzeshüter als Mörder. Joe war nicht immer Debuty. Er hat lange versucht seinen Lebensunterhalt als Landwirt zu vrdienen. doch die Bank nahm ihm den Besitz, weil er seine Raten nicht mehr bezahlen konnte. Mit seiner mexikanischen Frau Maria (Valeria Golino) hat er einen kleinen Sohn. Seine Eltern (Charles Bronson und Sandy Dennis) leben in der Nähe. Joes Bruder Frank (Viggo Mortensen) hat sich angekündigt - er war bis vor kurzem in Vietnam. Frank ist ein sehr impulsiver Typ und kam schon sehr früh mit dem Gesetz in Konflikt. Sein Einsatz als Soldat hat ihn nicht zum Besseren verändert. Ganz im Gegenteil. Die Zeit in Vietnam hat ihn noch unruhiger gemacht, er hat eine starke Aggression in sich, die sich teilweise sehr explosiv entlädt. Bei seiner Rückkehr in der Nacht bricht er einfach ins Haus seines Bruders ein. Maria, die vom Krach in der Küche wach wird, denkt an einen Einbrecher und hätte ihn beinahe erschossen. Das nächtliche Wiedersehen ist aber herzlich, denn die beiden Brüder empfinden sehr viel füreinander. Doch der Besuch bei den Eltern am anderen Tag findet nicht mehr statt, weil Frank wieder weiterzieht.
Joe hört einige Zeit nichts von seinem Bruder, erfährt aber schließlich von seinem Vater, dass er in einem anderen Bundesstaat im Gefängnis sitzt. Er hatte diese Information verschwiegen, um die Mutter nicht zu verärgern. Frank wird daraufhin aus dem Gefängnis entlassen und kehrt mit seiner schwangeren Freundin Dorothy (Patricia Arquette) in seine Heimatstadt zurück. Joes und Franks Mutter stirbt und ihr Vater begeht kurz darauf Selbstmord. Frank versucht, sich niederzulassen und arbeitet auf dem Bau, gerät aber immer wieder in Schwierigkeiten mit dem Gesetz, was ihn in Konflikt mit Joe bringt. Als Franks Frau entbinden soll, ist Frank in einer Bar, um sich zu betrinken, was zu einer Konfrontation mit Joe führt. Nachdem Joe gegangen ist, erschlägt Frank den Barkeeper (Dennis Hopper) mit einem Stuhl und fährt mit Joe im Nacken aus der Stadt. Der Film endet damit, dass Joe Frank die Flucht über die Staatsgrenze ermöglicht...





Insgesamt ist das Debüt sehr interessant, doch der Film hat die Tendenz zum "Runterziehen", weil soviel Hoffnungslosigkeit in dieser Story steckt. Viggo Mortensen liefert als unberechenbarer Psychopath eine gute Darstellerleistung. Der Indianer, der in den Träumen auftaucht, fungiert als Metapher für den ungebändigten Willen Amerikas und seiner Menschen.




Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

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