Donnerstag, 29. Juni 2023

Ein wahres Verbrechen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Clint Eastwood

Unschuldig im Todestrakt....

"True Crime" (Deutscher Titel: Ein wahres Verbrechen) gehört zu den weniger erfolgreichen Kassenhits von Clint Eastwood. Er entstand im Jahr 1999, somit nach "Die Brücken am Fluß" oder "Absolute Power" und noch vor "Space Cowboys" oder "Million Dollar Baby".
Insgesamt war das Budget mit 55 Millionen Dollar ausgesprochen hoch, der Film spielt aber weltweit lediglich 17 Millionen Dollar ein.
Eastwood übt darin Kritik am US-Justizsystem. Die Geschichte um einen unschuldig zu Tode verurteilten Gefängnisinsassen basiert auf der 1995 veröffentlichten Novelle von Andre Klavan.
Steve Everett (Clint Eastwood), ein Journalist aus Oakland, der sich von seiner Alkoholsucht erholt, wird beauftragt, über die Hinrichtung des verurteilten Mörders Frank Beechum (Isaiah Washington) zu berichten, nachdem Everetts Kollegin Michelle Ziegler (Mary McCormack), die ursprünglich mit der Story betraut worden war, durch einen tragischen Autounfall verstorben ist.
Everett recherchiert die Hintergründe des Falles und kommt zu dem Verdacht, dass Beechum zu Unrecht für den Mord an Amy Wilson (Marisa Ribisi) verurteilt worden ist. Er erhält vom Chef (James Woods) seines Redakteurs (Denis Leary) die Erlaubnis, Nachforschungen anzustellen, und ihm wird gesagt, dass der Chefredakteur den Gouverneur anrufen würde, und damit wäre die Sache erledigt, wenn Everett handfeste Beweise hätte. Er hat also etwas mehr als 12 Stunden Zeit, um seine Vermutung zu bestätigen und Beechum zu retten.
Everett befragt einen Zeugen der Anklage, Dale Porterhouse (Michael Jeter), der Beechum im Laden mit einer Waffe gesehen haben will. Everett stellt Porterhouses Darstellung in Frage und sagt, dass er aufgrund des Aufbaus des Ladens keine Waffe in Beechums Hand gesehen haben kann.
Everett wendet sich an Staatsanwältin Cecelia Nussbaum (Frances Fisher), die ihm mitteilt, dass ein junger Mann, Warren, befragt wurde und behauptete, er habe in dem Laden angehalten, um eine Limonade zu kaufen, und nichts gesehen. Everett vermutet, dass Warren, der nie als Zeuge aufgerufen wurde, wahrscheinlich der wahre Mörder ist....





Als Frau des Todeskandidaten ist Lisa Gay Hamilton zu sehen, Patricia Robins spielt die Frau vom vorgesetzten Redakteur, die eine Affäre mit Everett hat. Als Gefängnisdirektor überzeugt Bernard Hill. Natürlich hat der Film das Potential den Zuschauer herunterzuziehen, denn am Ende ist nicht klar, ob die Schlußszene nun eine schöne Illusion und Wunschdenken ist oder ob die Begegnung beim Weihnachtsmarkt real ist. Die Tragik in der Todeszelle steht diesem glücklichen Ausgang eher im Wege. Einmal mehr zeigt sich Eastwoods Können.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 
 

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