Samstag, 2. September 2023

Das Höllentor der Shaolin


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Chang Cheh

Der manipulative General...

Für die Hammer Studios war Regisseur Terence Fisher die Nr. 1 in Sachen Inszenierungen - für die Shaw Brothers war es sicherlich Chang Cheh, der im Laufe seiner aktiven Zeit als Filmemacher Dutzende von klasse Genrebeiträgen im Bereich des Kung Fu/Eastern Film realisierte.
Noch vor seinem Kultfilm "Venom five" drehte er im Jahr 1978 - ebenfalls mit einigen Akteuren des Venom Ensembles - den düsteren Martial Arts Film "Das Höllentor der Shaolin". International wurde der Film unter dem Titel "Invincible Shaolin" vermarktet und war ein guter Erfolg in den Kinos.
China zur Zeit der manchurischen ing-Dynastie:
Der verschlagene Ming-General Pu (Johnny Wang) lädt die Experten der nördlichen Shaolin-Kampfkunst Bao Shanxiong (Lu Feng), Xu Fang (Sun Chien) und Yang Zhongfei (Chiang Sheng) auf sein Anwesen ein. Sie sollen dort die kaiserlichen Truppen trainieren. Obwohl alle drei insgeheim Ming-Loyalisten sind, stimmen sie widerwillig zu, da die Entscheidung durch einen königlichen Erlass getroffen wurde. Gleichzeitig hat er aber auch 3 Schüler der südlichen Shaolin Schulen eingeladen und ihnen das gleiche Angebot gemacht. Nun sollen sie sich dem Kampf gegeneinander stellen, um den Sieger zu ermitteln. Ein fieser Schachzug, der zunächst gelingt, weil die Kämpfer natürlich beweisen wollen, dass sie die Besten des Landes sind. Der Kampf wird von beiden Seiten nicht mit den härtesten Bandagen geführt, sondern er soll nur zeigen wer aus dem Fight als Sieger hervorgeht. Dabei gewinnen die Schüler aus dem Norden jeweils ihren Kampf gegen den Gegner, der leicht verletzt nun Verlierer ist.  In dieser Nacht besucht Pu die Süd-Shaolin-Kämpfer und ermordet sie, wobei er ihnen mit Schlägen tödliche innere Verletzungen zufügt. Pu offenbart den sterbenden Männern seine wahren Absichten: das Qing-Reich von den Shaolin-Fraktionen zu befreien, die als Bedrohung für die Autokratie der herrschenden Mandschu angesehen werden, indem er interne Konflikte zwischen den Schulen schürt und schließlich dafür sorgt, dass sich die nördliche und die südliche Seite gegenseitig töten. Pu lässt seinen Untergebenen, Kapitän Hua Shun (Suen Shu-pei), die Nachricht von den Todesfällen zur südlichen Shaolin-Schule überbringen und weist Hua an, den Nordstaatlern etwas anzuhängen. Der Meister Mai Qi (Chan Shen) und seine Söhne Mai Yuan (Yang Hsiung) und Mai Feng (Wai Pak) sind entsetzt über die Brutalität der Todesfälle, denn Pu lässt alle glauben, dass die Schüler aus dem Norden ihren Gegnern tödliche Verletzungen beigebracht haben.. Als Bao, Xu und Yang von den Todesfällen erfahren, glauben sie nicht, dass ihre Schläge den Tod ihrer Landsleute verursacht haben könnten und gehen zur Southern Shaolin-Schule, um die Wahrheit herauszufinden. Da Mai jedoch Huas List geglaubt hat, weigert er sich, zuzuhören oder zu kooperieren. Mais ältester Sohn Yuan schwört Rache und fordert in Begleitung zweier Schüler aus dem Süden Bao, Xu und Yang zu einem Rückkampf heraus. Obwohl Xu versucht, beide Seiten zum Zurückhalten zu überreden, werden zwei der südlichen Kämpfer getötet: einer von Bao und der zweite von Yuan, den Xu versehentlich tötet, als er ihn überrumpelt. Der verbleibende Schüler wird von Yang geschlagen und darf gehen, begeht jedoch später Selbstmord. Mai Feng schwört Rache für seinen Bruder und seine Landsleute und wird geschickt, um Wing Chun zu lernen, um Xus Kampfstil entgegenzuwirken.
Mai Qi bittet zwei seiner stärksten Schüler um Hilfe: He Yingwu (Phillip Kwok) und Zhang Cheng (Lo Mang). Doch alle drei Schüler des Südens müssen sich zunächst fit machen, damit sie gegen den Kampfstil aus dem Norden mithalten können.....








Leider wird der fatale Irrtum erst am Ende beim tragischen Showdown aufgeklärt. Erst dort bei durchbohrten Schülern, die den Heldentod sterben müssen, wird klar, dass das manipulative Spiel des Ming Generals beinahe perfekt funktioniert hat. Nur durch das Opfer von vier verblutenden Kämpfern gelingt es, dass zwei der Schüler entkommen können und so die Zwietracht, die gesät wurde, aufzuheben. Sterbend schwören sie sich jedoch Brüderschaft, immerhin ein kleines Trostpflaster für den düsteren Abgang.
Die Venoms Sun Chien, Chiang Sheng, Lu Feng, Lo Mang und Kuo Chui (aka Phillip Kwok) sind hier vor allem hinsichtlich ihres agilen und akrobatischen Könnens, ihres technisch anspruchsvollen KungFu gefordert. Natürlich snd sie sind keine echten Schauspieler, aber sie sind ohne Ausnahme sehr überzeugend, weil es allesamt "Typen" sind, die durch ihre optischen Gegensätze bestens als Einheit harmonieren. Die Gesichter dieser Kung Fu Stars haben einen hohen Wiedererkennungswert und alle haben bis heute ihre große Fangemeinde behalten. 









Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

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