Freitag, 15. September 2023

Todesduell im Kaiserpalast


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Chor Yuen

Der Bruder und sein Kaiser...

Ein Shaw Brothers Film, bei dem man total aufpassen muss, nicht den Faden zu verlieren, was die Story, die Nebenhandlungen und die Erzählweise angeht. Allein was in den ersten Minuten dargeboten und in einer Art Schnelldurchlauf präsentiert wird, würde locker für ein halbes Dutzend Filme reichen: Basierend auf Louis Chas Novelle "The Book and the Sword" inszenierte Regisseur Chor Yuen im Jahr 1981 dieses "Todesduell im Kaiserpalast". Der internationale Titel des Films ist "The Emperor and his Brother".
Der Qianlong-Kaiser (Jason Pai) ist nicht der rechtmäßige Thronfolger, da er bei seiner Geburt mit der neugeborenen Tochter des Yongzheng-Kaisers vertauscht wurde. Er erfährt die Wahrheit, als zwei hochrangige Mitglieder der Red Flower Society, einer subversiven, regierungsfeindlichen Geheimorganisation, Jahre später Kontakt zu ihm aufnehmen, in der Hoffnung, dass der Kaiser ihnen bei der Vertreibung der feindlichen Besatzer aus der Mandschurai helfen wird. Um die Wahrheit über sein Erbe zu verbergen, befiehlt der Kaiser, die beiden Männer zu töten, obwohl einer von ihnen entkommt und später wieder gefangen genommen wird. Der Anführer der Red Flower Society, Chen Jialuo (Ti Lung) entpuppt sich sogar als Qianlongs jüngerer Bruder, und die beiden entwickeln eine subtile Beziehung zueinander, während die Mitglieder der Gesellschaft versuchen, ihren gefangenen Kameraden zu retten. Sie schmieden einen ausgeklügelten Plan, um den Kaiser im Austausch gegen ihren Kameraden zu entführen, und hoffen, den Kaiser dazu zu bewegen, sich ihrer Sache anzuschließen. Als der Austausch stattfindet, muss Qianlong sich weiterhin als Mandschu ausgeben, um als Herrscher des Qing-Reiches an der Macht zu bleiben. Qianlongs oberster Leutnant, Zhang Zhaozhong (Lo Lie), ist fest entschlossen, Chen Jialuo und die Rote-Blumen-Gesellschaft auszulöschen. Die Gelegenheit dazu bietet sich, als ein Kampfsportwettbewerb angesetzt ist....





Scheinbar war Regisseur Chor Yuen für seine sehr komplizierten Plots bekannt und berüchtigt, was man hier eindrücklich beweisen kann. Der rote Faden fehlt irgendwie und die Geschichte der beiden ungleichen Brüder hätte ruhig etwas markanter ausfallen können. Einige drastische Einzelszenen bleiben hängen, so sicherlich auch die Ermordung eines Vaters an seinem eigenen kleinen Sohn, der wegen einem Fernglas Leute an den Feind verraten hat, die im Hause versteckt wurden. Diese Szene bliebt eindringlich im Gedächtnis, weil sie den Ehrenkodex von damals als was ganz selbstverständliches darstellt und dem Vater keine andere Wahl bleibt sein Gesicht zu wahren. Ansonsten sind die Szenenbilder einmal mehr vom Allerfeinsten. Die Kampfszenen sind wie ein tänzerisches Ballett choreographiert und die Massenszenen dominieren gegenüber gefährlichen Einzelkämpfen.





Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 
 

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