Regie: Chang Cheh
Vier Männer gegen den Gouverneur...
Als sich die innnovativen Kinojahre der 70er Jahre dem Ende
entgegen neigten, mussten sich die etablierten Filmschaffenden des
Martial Arts Genre immer neue Ideen und Kniffe einfallen lassen, um den
Zuschauern noch etwas Überraschendes bzw. Innovatives zu bieten. Auch
die etablierten Filmemacher, die aus dem Shaw Brothers hervorgingen -
wie etwas Chang Cheh - hatten diesen schöpferischen Druck. Cheh
beispielsweise trieb seine Ideen aus dem Frühwerken deshalb manchmal auf
die Spitze. Während seine Klassiker wie "Das goldene Schwert des
Königstigers" aus dem Jahr 1967 und "Das Schwert des gelben Tigers" aus
dem Jahr 1971 bereits einen gebrochenen Helden mit Handicap zeigte, sind
in dem 1978 entstandenen "Vier gnadenlose Rächer" (Originaltitel:
Crippled Avengers) vier Helden, die sich für ihre Verstümmelungen, die
ihnen die Peiniger zufügten, rächen müssen.
Eine Stadt in China wird von einem Gouverneur namens Tu Tien Dao (Chen Kuan Tai) umsichtig und rechtschaffend regiert.
Doch eines Tages überfallen 3 Mitglieder der verbrecherischen
"Tiger von Tian Nan", die mit Tu noch eine Rechnung offen haben, seinen
Palast.
Tu und auch der Befehlshaber der Wachen, Wa (Johnny Wang Lung
Wei) sind nicht vor Ort, aber die 3 töten Tu´s Frau und verkrüppeln
seine kleinen Sohn Tu Chuan (Lu Feng), indem sie ihm die Arme abhacken!
Tu erreicht zwar den Tatort und tötet die drei Halunken, doch
der Schicksalsschlag lässt ihn verbittern. Sohn Tu Chuan erhält als
Ersatz für seine verlorenen Arme neue Stahlarme, die er alsbald als
tödliche Waffe einzusetzen versteht und die ihn unbesiegbar machen.
Die örtliche Bevölkerung hat Angst davor hat, etwas zu sagen gegen ihn, denn er hat in all den Jahren ein fieses Terrorregime geschaffen.
In
einem örtlichen Gasthaus begehren der örtliche Schmied Wei Jia-Jie
(Lo Meng) und auch der Handlungsreisende Chen Suen (Philip Kwok) gegen
die brutalen Methoden auf. Dies führt dazu, dass der Schmied so lange
geschlagen wird, bis er taub und stumm ist. Chen Suen wird geblendet,
bis er blind ist. Ein weiterer Mann namens Hu Ah-kue (Sun Chien) gerät
versehentlich in die Kämpfe - zur Strafe werden ihm die Beine abgehackt.
Doch damit nicht genug. Ein Erlass warnt die Bevölkerung sich auf die
Seite des Schmieds zu stellen, wer bei Ihm etwas machen lässt, der wird
hart bestraft. Dies führt dazu dass der junge Schwertkmpfer Wang Yi
(Chiang Sheng) sich einmischt, denn er hasst Ungerechtigkeit. Er will
die Tyrannen zur Rede stellen, doch er wird überwältigt und gefoltert.
Als er zu seinen drei neuen Buddies zurückkehrt, ist er verändert: Er
ist kindlich und scheint nur noch die Intelligenz und das Gemüt eines
10jährigen Jungen zu haben. Aus den vier jungen Männern wurden vier
junge Männer mit eklatanten Gebrechen. Wie sollen sie sich für diesen
Frevel jemals rächen können ? Da kann nur noch eine monatelange
Träiningsarbeit unter dem Meister Li Jing Ying (Ching Miao) helfen...
Der Streifen "Vier gnadenlose Rächer" ist ein knackiger, ungewöhnlicher, auch trashiger KungFu-Eastern des Genre-Routiniers Chang Cheh, 1978 für die Studios der Shaw Brothers entstanden.
Der Streifen "Vier gnadenlose Rächer" ist ein knackiger, ungewöhnlicher, auch trashiger KungFu-Eastern des Genre-Routiniers Chang Cheh, 1978 für die Studios der Shaw Brothers entstanden.
Der Regisseur kreierte mit seinen neuen Protégés, den Venoms,
die großen Popularität durch den Kultfilm "Die unbesiegbaren fünf"
erlangen konnten.
Die Venoms sind wie gewohnt in bester Form und zeigen Kung Fu
von einem anderen Stern. Die Takes sind sehr lang, sodass man die
Fähigkeiten der Venomboys bewundern kann. In der Akrobatik kann man
ihnen kaum das Wasser reichen, auch kampftechnisch sind sie auf einem
hohen Niveau.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.
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