Samstag, 2. September 2023

Once upon a time in China


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Tsui Hark

Chinas Held...

1991 drehte Regisseur Tsui Hark mit "Once upon a time in china" einen film über den chinesischen Arzt und Kampfkünstler Wong Fei-hung (1847 bis 1925), der in China bis heute als Volksheld verehrt wird. Er war der traditionellen chinesischen Medizin verpflichtet und bekannt für sein unermüdliches Bemühen den Schwachen im Lande in der Not beizustehen. Viele arme Menschen behandelte er kostenlos. Bereits in "Drunken Master" liegt aber der Schwerpunkt seines Werdegangs in der Kampfkunst und nimmt auch in Tsui Harks Film den Hauptpart ein. Der Film war ein kassenhit im Kino und löste ein Comeback für den fernöstlichen Kampfsport aus. Natürlich wird der historische Wahrheitsgehalt ausser Acht gelassen, aber die atemberaubenden Kampfszenen, die schönen Bilder und der dichte Inszenierungsstil macht diese Schwäche wieder wett.
Die Geschichte spielt irgendwann im späten 19. Jahrhundert während der Qing Dynastie in Foshan, China. Liu Yongfu (Lau Shun) hat den angesehenen Lehrer für Kampfkünste Wong Fei-hung (Jet Li) an Bord seines Schiffes eingeladen. Durch das Knallen von Feuerwerkskörpern, die fälscherlicherweise als Angriff auf das Schiff gedeutet werden, erwidern die Soldaten an Bord das Feuer. Es wird scharf geschossen. Grund genug für Liu seinem Gast Wong die gefährliche Situation für das Land begreiflich zu machen. Er gibt ihm einen Handfächer mit der Aufschrift aller ungleicher Verträge, die zwischen China und anderen Ländern wie England, USA oder Frankreich unterzeichnet wurde. Wong ist nicht nur Kampfsportleherer der örtlichen Miliz in Foshan, er betreibt auch eine eigene Klinik für traditionelle China Medizin und hat drei Auszubildende: Porky Wing (Kent Cheng), Bucktooth (Jackie Cheung) und Ling Wang Kai (Yuem Cham Fei). Wong freut sich auf das Wiedersehen mit Tante Yee (Rosamund Kwan) für die er romantische Gefühle hegt und diese erwidert werden. Ihre Beziehung ist aber von Zurückhaltung geprägt, da es sich in der konservativen Gesellschaftsordnung Chinas nicht schickt, weil die Angebetete die Tochter eines Schwurbruders seines Großvaters ist. Tante Yee schwärmt von der neuen Richtung Chinas sich dem Rest der Welt zu öffnen, sie war auch einige Jahre in Amerika.
Eine weitere Figur des Film ist der junge Schauspieler Leung Foon (Yuen Biao), der mit seiner Operntruppe in die Stadt kommt, um dort mit Aufführungen ein Publikum zu begeistern. Er gerät jedoch in Schwierigkeiten mit der Shao Bande, die lokale Unternehmen terrorisieren und Schutzgelder von ihnen erpresst. Das macht sie auch zu Feinden von Wong Fei-hung. Leung Foon macht zeitgleich auch die Bekanntschaft des nordischen Kampfkünstlers Iron Vest Yim (Yen Shi Kwan) der vorhat die beste Kampfschule im Ort zu gründen. Dazu braucht er aber einen Imageerfolg und er fordert Wong Fei-hung zum Duell auf...





Natürlich kämpft der unverwüstliche und edle Held nicht nur mit seinem Konkurrenten, sondern auch mit korrupten Engländern und ausbeuterischen US-Amerikanern, die versuchen das land als Fremdherscher auszubeuten und auch Unterstützung von heimischen Verbrecherbanden erhalten. Ein Klassiker, der mit seinen nationalistischen Untertönen sicherlich auch den Herrschenden im Land der Mitte gefallen haben dürfte. Bei der Verleihung der 11. Hongkong Awards gewann Tsui Harks Film in 4 Kategorien: Hark wurde als bester Regisseur ausgezeichnet, weitere Trophäen gingen an James Wong (Musik), Marco Mak (Schnitt) und an Cheung Yan Yuen, Shun ye Yuen und Chia-yung Liu (Actionchoreographie).







Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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