Regie: James Clavell
Eine Geschichte aus dem 30jährigen Krieg...
Der Schriftsteller James Clavell ist vor allem durch seinen im Jahr
1975 erschienenen Roman "Shogun" international bekannt geworden. Er
selbst verfilmte sein Buch fünf Jahre später. Bereits 1959 führte er
erstmalig Regie (Fünf Tore zur Hölle) und 1971 realisierte er mit
Starbesetzung (Omar Sharif und Michael Caine) einen der wenigen
Historienfilme, die im 30jährigen Krieg spielten.
Zwar spielte der Film in Großbritannien gutes Geld ein, doch in
Nordamerika erwies sich der Abenteuerfilm als Flop. Am Ende war "Das
vergessene Tal" (Originaltitel: The Lost Valley) ein Minusgeschäft mit
ca. 7 Millionen Dollar Verlust. Schade, denn nicht nur Michael Caine
selbst war überzeugt von diesem Film. Auch heute ist es nicht
nachvollziehbar warum das historische Drama so wenig Anklang fand. Caine
selbst war enttäuscht wegen der mauen Reaktion, denn er selbst zeigte
sich stolz seiner eigenen Leistung gegenüber und auch dem
Gesamtergebnis. Eine düstere Parabel, die sich insgesamt sehr kritisch
mit der fanatischen Auslegung der Religion zu jener Zeit befasst. Die
Geschichte selbst spielt in einem von dem verheerenden Krieg noch
unberührten Tal irgendwo in Süddeutschland, dort wo 1638 die Schlacht
von Rheinfelden stattfand.
Ein Hauptmann (Michael Caine) führte eine Gruppe von Söldnern an,
die für jeden kämpfen, der sie bezahlt, unabhängig von der Religion.
Seine Soldaten plünern das Land, vergewaltigen und morden, wenn sie
nicht gerade auf dem Schlachtfeld kämpfen. Der ehemalige Lehrer Vogel
(Omar Sharif) befindet sich auf der Flucht. Er hat seine gesamte Familie
verloren und ist auf seiner Wanderschaft ständig auf der Hut, dass er
nicht in die Hände dieser aggressiven Söldner fällt. Er kommt vorbei an
geplünderten und nun ausgestorbenen Ortschaften. Es treibt ihn auf der
Flucht immer weiter hoch in die Berge. Dort gelangt er schließlich zu
einem idyllischen Bergtal, dass interessanterweise bisher vom Krieg
völlig verschont blieb. Doch der Hauptmann und seine Bande (als Korski
ist Brian Blessed und als Hansen ist Michael Gothard zu sehen) sind
nicht weit dahinter. So wird Vogel gefasst. Doch er kann den Hauptmann
überreden, das Dorf zu erhalten, damit es seiner Gruppe im nahenden
Winter Schutz bieten kann, während die Aussenwelt mit Hungersnöten, Pest
und Verwüstungen des Krieges konfrontiert ist. Der Hauptmann kann sich
mit der Idee anfreunden, schaltet seinen Widersacher Korski aus den
eigenen Reihen ohne Vorwarnung aus und so unterwirft sich der
einflussreiche Ortvorsteher Gruber (Nigel Davenport) den Söldnern. Der
katholische Priester des Ortes (Per Oscarsson) ist wütend darüber, dass
zu den Söldnern auch eine Reihe von Feinden (Protestanten und Atheisten)
gehören, er kann aber nichts tun, dass den Hauptmann beinflusst. Er hät
auch sein Versprechen keine religiösen Spaltungen zu dulden und die
Einheimischen Bauern akzeptieren ihr Schicksal. Vogel wird zum Richter
ernannt und die junge Anna (Madeline Hinde), die mit dem etwa
gleichaltrigen Andreas (Christian Roberts) verlobt ist, verliebt sich in
Vogel und der Hauptmann geht eine Beziehung mit einer Dorfbewohnerin
namens Angelika (Florinda Bolkan) ein. Dann probt Söldner Hansen einen
Anschlag auf den Hauptmann, der jedoch misslingt. Hansen flüchtet mit
einigen Getreuen und man muss damit rechnen, dass er mit Verstärkung
zurückkehrt um das Dorf zu zerstören...
In der Rolle von Annas Vater ist der bekannte Arthur O´Connell zu sehen. Es gibt tatsächlich sehr wenige Filme, die diese düstere Zeit des 30jährigen Krieges thematisieren, was sehr schade ist. Und die Darsteller bieten überzeugende Schauspielerleistungen. Auch die Cinematographie der beiden britischen Kameramänner Norman Warwick und John Wilcox ist gut geworden. Die Musik von John Barry verstärkt die düstere Geschichte positiv, die in den tiroler Dorf Trins gedreht wurde.
In der Rolle von Annas Vater ist der bekannte Arthur O´Connell zu sehen. Es gibt tatsächlich sehr wenige Filme, die diese düstere Zeit des 30jährigen Krieges thematisieren, was sehr schade ist. Und die Darsteller bieten überzeugende Schauspielerleistungen. Auch die Cinematographie der beiden britischen Kameramänner Norman Warwick und John Wilcox ist gut geworden. Die Musik von John Barry verstärkt die düstere Geschichte positiv, die in den tiroler Dorf Trins gedreht wurde.
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