Samstag, 14. Oktober 2023

Das tödliche Erbe der Shaolin


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regie: Chang Cheh
 
Der neue Freund der drei Vagabunden...
 
1979 inszenierte Chang Cheh mit "Das tödliche Erbe der Shaolin" (internationaler Titel: The magnificant Ruffians) einen weiteren Kinohit mit den Venom Stars für die Shaw Brothers Production.
Dabei spielt er in einer Zeit, in der eine ganze Epoche langsam der Vergangenheit angehört. Die Kampfkunst-Helden werden nicht mehr so sehr gebraucht. Ihre Zeit neigt sich dem Ende zu, zumal auch in China Feuerwaffen eingeführt wurden und die Helden von einst unterhalb des Existenzminimums zu Vagabunden geworden sind. Eine gewisse Parallele zu den japanischen Samurai Filmen von Yoji Yamadas Trilogie über den Alltag der einstigen Schwertkämpfer, der ebenfalls darin besteht das eigene Überleben und das der Familie zu sichern, was sich sehr schwierig gestaltet. Chang Cheh ist natürlich nicht am Drama und am Tiefgang interessiert - aber der Zuschauer bekommt auch bei ihm Helden serviert, die im sozialen Gefüge inzwischen ganz unten angelangt sind. Immerhin haben sie noch nicht verlernt gut zu kämpfen und für eine gerechte Sache auch zu sterben, wenn es sein muss.
Ein hoher Actiongehalt wird in "Das tödlche Erbe der Shaolin"aufgeboten. Mit viel Akrobatik, langen und dynamischen Fight-Sequenzen geben der Regisseur und seine Stars der Handlung einen mächtigen dynamischen Schliff.
China um 1900:  Als Zechpreller lassen sich die 3 Vagabunden Feng Jia Ji (Sun Chien), Zheng Qiao (Wong Lik) und He Fei (Chiang Sheng) in den Wirtshäusern freiwillig verprügeln, damit sie wenigstens vorab etwas essen können.
Einer der KungFu-Fighter jener ausgehende Epoche sucht ständig gute Kämpfer.  Er erkennt die Fähigkeiten dieser Männer und will sie für seine Zwecke einspannen. Dieser Mann nennt sich "Golden Sword" Yuan Ying Fei (Lu Feng), ist Erbe eines großen Vermögens und etlicher Unternehmen. Von klein auf wurde er vom Vater trainiert, mit der Zeit hat er aber psychopathische Züge angenommen. Er will im Kampf seine Stärke beweisen und ist erst zufrieden, wenn er den Gegner auch gemeuchelt hat.
Auf einen Mann hat es Yuan insbesondere abgesehen: Der Beinahe Nachbar Guan Yun (Lo Mang), ebenfalls Erbe eines Begleitschutz Services, der zwar mehr als schlcht läuft, der aber in keinem Fall an seinen Konkurrenten Yuan Ying Fei verkaufen wird.  Ausserdem ist der Bösewicht scharf auf Guan Yuns attraktive Schwester (On Lai-Liu) und will diese heiraten. Da hat aber Mutter Guan (Lai Wang) noch ein Wörtchen mitzureden und sie mag den Mann mit dem goldenen Schwert auch nicht.
Yuan Ying Fei schmeichelt sich bei unseren drei Vagabunden ein, zu denen noch Yang Zhui Feng (Kuo Chui) stößt - somit kommen unweigerlich "Die drei Musketiere" in den Sinn und wie sie den vierten im Bunde D´Artagnan kennenlernen.. Es geling Yuan Yin Fei miese Stimmung geben GuanYun zu machen, so dass das Kampf-Quartett nur darauf wartet ihn im Kampf herauszufordern. Doch die 5 finden sich bei ihren Fights gegenseitig immer sympathischer....




Hier kommt danna aufgrund fieser Manipulation ein Kampfstab zum explodieren, was zunächst zu falschen Verdächtigen führt, aber schließlich zur Rachemission wird, bei dem aber auch doch noch das Drama seinen festen Platz im Geschehen bekommt. Drama oder um es besser zu definieren: Erlösung, denn der Tod wird hier spielend leicht in Kauf genommen. Hauptsache das Böse ist am Ende kaltgestellt und immerhin überlebt wenigstens einer unserer Venoms den Schlachtplatz. 





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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