Sonntag, 1. Oktober 2023

Der Aufstand von Peking


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie. Chang Cheh

Rebellion der Boxer...

Bei dem Epos "Der Aufstand von Peking" (internationale Titel: Bloody Avengers, Spiritual Fists, Boxer Rebellion) handelt es sich um ein sehr ambitioniertes Projekt aus den Produktionsstätten der Shaw Brothers. Mit der Regie wurde Chang Cheh beauftragt. Der Film thematsiert den sogenannte Boxeraufstand, bei dem annähernd 23.000 Chinesen christlichen Glaubens sowie zahlreiche Beschäftigte ausländischer Botschaften umkamen, für Aufsehen und Entrüstung. Die Männer, die sich um die Jahrhundertwende gegen die Fremdherrschaft der Europäer in China wehrten, nannten sich "Vereinigte Faustkämpfer" und ihr Aufstand ging später unter der Bezeichnung "Boxeraufstand" in die Geschichte ein. Im Film von Chang Cheh sind die japanischen und deutschen Streitkräfte als ausländische Eindringlinge gemeint. Die Rebellen werden natürlich als Helden gezeigt. Natürlich lag den Machern eher weniger an der geschichtlichen Authentizität aber bei Requisiten, Kostümen, Bauten und Settings wurden keine Mühe gescheut, um den Film aufwendig und effektiv in Szene zu setzen.
Peking im Jahr 1900: Am Hof der Kaiserwitwe (Li Li-hua) herrscht große Aufregung. Mehrere ausländische Nationen sind bereit für den Einmarsch in China. Gleichzeitig formiert sich aber auch dieser Boxeraufstand der patriotischen Kämpfer, die von Li Jung-ching (Johnny Wang Lung Wei) angeführt werden. Der charismatische Führer gibt an, dass er durch sein Training unverwundbar geworden ist und alle die ihm folgen können mit den gleichen Stärken ausgestattet werden. Zunächst ist man auch am Kaiserhof entzückt von dieser Vorstellung, dass die Rebellen die Invasion der Ausländer niederschlagen könnte. Die drei Kämpfer Shuai Fang-Yun (Chi Kuan-Chun), Chen Chang (John Liang Chia Jen) und Tsang Hin-Hon (Alexander Fu Feng) merken jedoch, dass dieser Führer die Leute manipuliert und durch seine Überzeugungskraft viele junge Männer einfach in den Tod schickt. Die Invasoren haben moderne Waffen wie Maschinengewehre, Pistolen oder Kanonen. Während die drei Kämpfer Li stoppen wollen, marschiert aber bereits der blutrünstige deutsche Kommandant Von Waldersee (Richard Harrison) mit seinen Truppen in Peking ein. Der hatte vor Jahren eine Liason mit der schönen Master Cai (Chin Hu), die aber inzwischen mit den Rebellen gemeinsame Sache macht....




In einer Nebenrolle ist auch Jenny Tseng zu sehen, die zu dieser Zeit die Ehefrau von Alexander Fu Sheng war. Trotz der Schauwerte kann der Big Budget Historienfilm mit viel Action nicht ganz überzeugen, denn es fehlt vor allem an guten Drehbuchideen bzw. einer guten Geschichte, die in diesen historischen Ereignissen integriert ist. An dem Charisma der Darsteller liegt es nicht, denn die machen ihre Sache wie immer sehr gut und können trotz des übertriebenen Heldenmuts und dem über alles stehenden Draufgängertums sofort überzeugen und bieten sich immer perfekt als Identifikationsfiguren an. Das Gut und Böse Schema überzeugt meistens bei den Shaw Filmen, genauso wie bei einem guten Western.






 Bewertung: 7 von 10 Punkten 
 

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