Sonntag, 29. Oktober 2023

Die Todesfaust des Cheng Li


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Lo Wei

Der große Boss...

 Bereits der erste Kinofilm mit Bruce Lee in der Hauptrolle wurde ein riesiger Kinoerfolg. "Die Todesfaust von Cheng Li" wurde 1971 in Hongkong und Thailand von Regisseur Lo Wei inszeniert. Die Premiere des Kung Fu Films fand in einer Mitternachtsvorstellung im Queens Theatre im Hongkonger Central District statt, das Publikum stand auf, klatschte und jubelte am Ende des Films. Ein neuer Kinoheld war geboren und bereits nach mehreren Tagen war er dort die neue Nr. 1 der erfolgreichsten Kinohits aller Zeiten. International wurde der Film unter dem Titel "The Big Boss" vermarktet. Genauso erfolgreich war "The Big Boss" in Sinapur und Malaysia. Trotz des enormen Erfolgs von „The Big Boss“ im Fernen Osten waren die ausländischen Verleiher zunächst zurückhaltend, da sie nicht glaubten, dass der Film außerhalb Asiens Potenzial hätte. Erst als der Film 1972 in Beirut  plötzlich ein Überraschungshit wurde, wurden sie aufmerksam. Plötzlich kamen Käufer aus aller Welt nach Hongkong, um den Film zu kaufen, der bald neue Märkte für chinesische Filme wie Südamerika, Afrika und Südeuropa eröffnete. So begann auch der Siegeszug in Europa. Im Mai 1973 lag er auch an der Spitze der US-Kinocharts und schloß im Jahresranking mit einem guten Platz in der Kino-Top20 ab. Trotz seines knappen Budgets von 100.000 Dollar spielte der Film weltweit fast 50 Millionen Dollar ein. Hauptfigur ist der junge Chinese Theng Chao-an (Bruce Lee), der bisher in Tangshan lebte und nun nach Pak Chong in Thailand gereist ist um dort bei seiner Adoptivfamilie ein neues Leben anzufangen. Er bekommt auch sehr schnell einen Job in der dort ansässigen Eisfabrik, in der auch sein Cousin Hsu Chien (James Tien) und weitere Cousins (Kam San, Ricky Chin, Li Hu Sze, Billy Chan Wui-ngai, Lau Ching Ying) arbeiten. Schon bei Theng Chao-ans Ankunftstag gab es Ärger, weil eine Straßengang eine Eisverkäuferin (Nora Mia) bedrohten. Aber da der Neubürger seiner Mom in China versprochen hat jedem Ärger aus dem Weg zu gehen, hält er sich daran und lässt seinen Cousin die aggressive Meute besiegen. Als Symbol dieser Abmachung trägt er ein Jadeamulett um den Hals. Cheng beginnt seine Arbeit in der Eisfabrik, doch der Ärger lässt nicht nach. Als ein Eisblock versehentlich zerbricht, fällt ein Beutel mit weißem Pulver heraus. Zwei der Cousins werden Zeuge von dem Vorfall und werden nach ARbeitsende vom Vorarbeiter (Chan Chue) zum Gespräch gebeten. Dort werden sie mit der Wahrheit konfrontiert, denn die Firma schmuggelt Rauschgift im gro0en Stil. Als sie es ablehnen mitzumachen und auch ein Schweigegeld ablehnen, warten draußen schon die Killer auf die Beiden. Sie kommen nach der Arbeit nicht mehr heim und auch in den nächsten Tagen gibt es keine Spur von Ihnen. Der Fabrikbesitzer Hsiao Mi (Han Ying Chieh) macht seinen Arbeitern und der Familie aber vor, dass er sofort die Polizei eingeschaltet hat und dass die Vermissten bereits gesucht werden. Der Sohn des Fabrikbesitzers (Lau Wing) belästigt indessen Theng Chao-ans Cousine (Maria Yi), auf die auch unser aufrechter Held ein Auge geworfen hat. Hsu Chien und Ah Pei (Billy Chan),ein weiterer Cousin von Cheng, gehen zu Hsiao Mis Villa, um herauszufinden, was mit den beiden Cousins passiert ist. Hsu bezweifelt Hsiaos Behauptung, er wisse nichts und droht, sich an die Behörden zu wenden. Daraufhin hetzt Hsiao seine Bande gegen das Duo, und nach einem brutalen Kampf werden auch beide getötet und ihre Körper versteckt. Als die chinesischen Arbeiter der Eisfabrik erfahren, dass auch Hsu vermisst wird, verweigern sie die Arbeit und beginnen einen Aufstand gegen das thailändische Management, dem sich eine Gruppe angeheuerter Schläger anschließt. Während des Chaos reißt einer der Schläger versehentlich Chengs Amulett ab und zerbricht es. Wütend stürzt sich Cheng in die Schlägerei und schlägt einige der Schläger, woraufhin diese fliehen. Um die Spannungen abzubauen, macht der Manager der Eisfabrik Cheng zum Vorarbeiter und lädt ihn an diesem Abend zu einem Abendessen ein. Dies sorgt später bei Chengs Familie und Freunden für großes Unbehagen, die glauben, dass Cheng arrogant wird und mehr Zeit damit verbringt, seine neue Position zu genießen, als bei der Suche nach ihren Brüdern zu helfen. Sie ärgern sich immer mehr über ihn, doch natürlich wird Cheng im Laufe der Handlung herausfinden, welcher Weg der richtige ist....





Das Ende, das mit einem Polizeiensatz endet, ist mehrdeutig und es bleibt offen welche Zukunft Cheng erwartet. Denn der von ihm getötete Industrielle hatte einmal erwähnt, dass er mit dem Polizeichef auf Du und Du ist. Und der hohe Collateralschaden, den Cheng vor der luxuriösen Villa hinterlassen hat, sieht nun wirklich nicht nach "Ende gut, alles gut" aus, auch wenn er in der Schlußeinstellung von seiner Cousine liebevoll umarmt wird, während die Polizeieskorte hinter den Verliebten läuft. Eine einfache Story wurde hier sehr effektiv in Szene gesetzt und Bruce Lees erster Großerfolg ist trotz der einfachen Story mit einem guten Spannungslevel ausgestattet.





Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen