Sonntag, 1. Oktober 2023

Der Tempel der Shaolin


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Chang Cheh

Brennendes Kloster...

Der 1976 gedrehte Wuxia Film "Tempel der Shaolin" kann man als "Beinahe Prequel" zu dem zwei Jahre zuvor entstandenen "Die gnadenlosen Fünf" ansehen, denn beide Filme haben sehr viele Gemeinsamkeiten: Sowohl Cast als auch die Charaktere, die in beiden Filmen vorkommen. "Die gnadenlosen Fünf" fängt mit dem Bild des brennenden Shaolin Klosters an und "Tempel der Shaolin" endet mit dem gleichen Bild. Einige der Figuren, die in "Die gnadenlosen Fünf" entkommen konnten, überleben das Massaker im Kloster, dass "Tempel der Shaolin" enden lässt - diese jungen Männer brechen zu neuen Ufern auf : Bereit die Kampfkunst und die Philosophie der Shaolin Mönche weiterzugeben und sich natürlich am Feind zu rächen. Einige Unterschiede gibts aber in der Storyline doch, denn der Verräter ist der gleiche in beiden Filmen, allerdings wird er in beiden Filmen im Verlauf der Handlung enttarnt.
Auch wenn es sich eigentlich eher um einen Ensemble-Film handelt, spielt Alexander Fu-Sheng hier eine tragende Rolle. Seine Figur des Fang Shih-Yu verkörpert, guckt sich von allen Stilen, die im Tempel trainiert werden, etwas ab. Die bereits beim Publikum längst etablierten Stars Ti Lung und David Chiang gehören zu einer Gruppe von Rebellen. Sie sind schon etwas reifer und älter als die vielen Shaolin Schüler, die unbedingt Kung Fu lernen wollen. Manche dieser Jungs sind Rebellen geworden, weil ihre Familie getötet wurde und dafür wollen sie auch Rache am Feind nehmen.
Der Film beginnt damit, dass die oberen Shaolin Mönche erkennen müssen, dass ihre Zeit möglicherweise zu Ende gehen könnte. Denn sie sind den Besatzern ein Dorn im Auge. Dennoch entscheidet der Meister, dass die Tore für junge Menschen geöffnet werden soll, die zwar nicht Mönch werden wollen, aber die hohe Kampfkunst der Shaolin erlernen wollen. Damit könnten diese Fähigkeiten auch an spätere Generationen weitergegeben werden. Immer wieder kommen junge Männer an die Tore des Klosters und warten draußen in der Hoffnung, dass sich die Pforten geöffnet werden.
Fang Shih (Alexander Fu Sheng), Hung (Chi Kuan Chun) und Hu (Li I Min) verharren seit Tagen, auch in strömendem Regen, vor dem Tempel der Shaolin. Sie hoffen auf Einlass, seit Tagen, wollen sie doch das KungFu der Shaolin erlernen, damit Fang Rache nehmen kann.
Doch die Mönche wollen erst sehen, inwieweit sie zu Opfern bereit, wie willensstark sie sind.
Endlich öffnen sich die Tore..., doch die drei Youngsters werden zunächst mit niederen Arbeiten konfrontiert, wie Holz hacken, Bibliothek auf Vordermann bringen oder Küchen-Dienst. Doch hierbei erlernen sie beinahe unbewusst Techniken des Kung Fu. Weitere Schüler werden im Laufe der Handlung aufgenommen, dazu gehören auch Lin (Philip Kwok) und Chu (Tang Yen Tsan), sie müssen Sprungtechniken üben, indem sie Eisentapes um die Waden geschnallt bekommen, es soll die höchste Anstrengung auch das beste Ergebnis bringen.
Auch den rebellierenden Ming-Anhänger Chai (Ti Lung) und Hu De Di (David Chiang) wird Einlass und Unterschlupf gewährt, was dem Feind natürlich nicht verborgen bleibt. Diese wollen mit einer starken Armee den Tempel stürmen und ihn und seine Bewohner zerstören. 
In den Reihen der Schüler gibt es einen Verräter, der starke Kung Fu Kämpfer Ma Fu Yi (Johnny Wang Lung Wei), dem ein üppiges Leben in Reichtum vorschwebt. Deshalb geht er einen Deal mit dem nachurischen Lord Zhen (Ku Feng) ein und auch der hochangesehene Mönch Hui Xian (Shan Mao) beginnt ein mieses Doppelspiel...





Dieser Streifen gehört zum Shaolin-Zyklus Chang Chehs, und ist wohl als einer der Höhepunkte dieser Serie anzusehen..., Streifen wie "Men from the monastery", "Shaolin avengers", "Shaolin martial arts" und "Five shaolin masters" gehörten ebenfalls zu diesem Serial über die Zerstörung des Shaolin-Tempels und die flüchtigen Schüler, die das KungFu der Mönche in China verbreiteten.
Alexander Fu Sheng und Chi Kuan Chu ragen in diesem Streifen mit ihren Rollen etwas heraus. Dabei gibt sich Alexander Fu Sheng wie gewohnt vorwitzig und leichtsinnig. Chi Kuan Chu übernimmt den ernsthaften introvertierten Part. Ti Lung und David Chiang halten sich etwas zurück, aber sie sind schon alleine durch ihre Ausstrahlung präsent und agieren bereits etwas gesetzter als die manchmal übermotivierten Schüler. Die Kung Fu Kämpfe sind einfach genial, die Tötungsarten sind richtig blutig und brutal. Dies alles, der Drastik mancher Bilder zum Trotz, keineswegs als Trash inszeniert, sondern mit Sorgfalt und Liebe zur Story. Unübertrefflich ist der letzte Kampf in einem weiteren kleinen Meisterwerk des Regisseurs. 








Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

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