Regie: Chu Yuan
Der König der Diebe...
Chu Yuans Filme haben einen einzigartigen und speziellen Style im
Kosmos der Shaw Brothers Production. Er hebt sich auch deutlich von
Chang Cheh ab, dessen Filme deutlich den Einfluß der Spaghetti Western
und der japanischen Samuraifilme aufwiesen. Seine Filme waren voll von
Helden, die für die gute Sache starben und im Kampf ihre Erfüllung
fanden. Chu Yuan dagegen hatte sichtlich ein Faible für Märchen und viel
Phantasie. Sie sind auch darin zu erkennen, dass das Drehbuch voll von
surrealen und absurden Einfällen nur so strotzte.
Im Jahr 1977 drehte er "Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde"
(internationaler Titel: Clans of Intrique), der ebenfalls durch seine
verwirrende Storyline und einer überzogenen Fülle an Personen aufweist.
Freunde des KUng Fu mussten sich aber keineswegs Sorgen machen, dass die
Kampfszenen zu kurz kommen.
Der englische Titel "Clans of intrique" ist übrigens um
einiges treffender, denn Intrigen sind eines der grundgelegenen Themen
des Films.
Es wird die Geschichte des berühmten Schwertkämpfers Chu Liu
Hsiang erzählt, welchem eine Reihe von Morden an Meistern der Kampfkunst
zur Last gelegt wird. Hauptdarsteller Ti Lung ein Garant für Charisma
und Präsenz.
Aus dem "Tempel des heiligen Wassers" soll dieser edle
Kämpfer eben dieses wertvolle Wasser gestohlen und damit drei geachtete
Meister vergiftet haben. Als er die Morde abstreitet, erhält er eine
Frist von einem Monat, um den wirklichen Killer zu überführen.
Anderenfalls wird er hingerichtet.
Der Zuschauer darf in diese chinesische Martial World
eintauchen, in eine Welt, in der die Clans einen ewigen Kampf um die
absolute Macht ausfechten.
In der Region um den Berg Nan werden diese besagten Meister
brutal getötet: Der Wüsten-König Zha Muhe, der Chef der ZhuSha-Bande
sowie der Anführer der Sternenkrieger, Master Zou!
Ihre Leichen sind durch dieses Zauberwasser aus dem "Palast des heiligen Wassers" aufgequollen.
Die Herrin im "Palast des heiligen Wassers ist die Prinzessin
Yin Chi (Betty Pei Ti), in lesbischer Liebe zu der Prinzessin Kung Yan
Nen (Nora Miao) entbrannt. Durch einen Brief erhärtet sich der Verdacht
auf Chu Liu Hsiang, der mit seinen drei Schwestern auf einem luxuriösen
Hausboot wohnt und gerade Besuch von dem Shaolin Mönch Wu Hu (Yue Hua)
und Nan Gong Lin (Tien Ching) hat. Die Herrscherin hat ihm für die
Aufklärung der Morde und damit für den Beweis seiner Unschuld einen
Monat Zeit gegeben
Chu hat wenig in der Hand. Bei seinen Ermittlungen begegnet
er einer der Angehörigen eines der Ermordeten, Black Pearl (Li Ching).
Der Auftrags-Killer Yi Tien Hung (Ling Yun) trachtet Chu nach dem Leben-
Eine Spur führt in ein Spielcasino. Der Betreiber (Ku Feng) zeigt ihm
das Gemälde einer jungen Frau, einer der drei Ermordeten warl dieser
Frau total verfallen. Könnten auch die anderen Ermordeten diese Frau auf
dem Bild gekannt haben ?
Diese Frau wird von Nancy Yen Nan-See gespielt. Erst durch ihr Auftauchen wird die ganze Story etwas schlüssiger, doch Chu Yuan hat noch einen weiteren seltsamen Schlußplot zu bieten. Manko seiner Filme sind tatsächlich die viel zu hohe Anzahl von Mitwirkenden, die alles etwas unübersichtlicher machen als gewünscht.
Diese Frau wird von Nancy Yen Nan-See gespielt. Erst durch ihr Auftauchen wird die ganze Story etwas schlüssiger, doch Chu Yuan hat noch einen weiteren seltsamen Schlußplot zu bieten. Manko seiner Filme sind tatsächlich die viel zu hohe Anzahl von Mitwirkenden, die alles etwas unübersichtlicher machen als gewünscht.
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten
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