Regie: George Clooney
Harter US-Wahlkampf...
Die Iden des März sind eine in vielen Sprachen gebräuchliche Metapher für ein bevorstehendes Unheil, es geht zurück auf die Ermordung Gaius Iulius Caesars am 15. März des Jahres 44 vor Christus. Dieser fiel einem Komplott zum Opfer.
USA in der Jetztzeit: Die Demokraten beschäftigt die Frage, wen sie als Präsidentschaftskandidaten aufstellen könnten.
Einer dieser Hoffnungsträger ist Mike Morris (George Clooney) der smarte und beliebte Gouverneur.
Und die Chancen stehen so gut wie nie sich gegen den Konkurrenten aus der eigenen Partei durchzusetzen und die Vorwahlen in Ohio zu gewinnen. Morris hat gute Werte in den Umfragen. Kein Wunder, denn sein Pressesprecher Stephen Meyers (Ryan Gosling) gilt - obwohl noch ein Youngster - als großes Talent und als einer der besten seiner Zunft. Ebenfalls zum Team gehört der loyale Chefmanager Paul Zara (Philip Seymour Hoffman), ein professionelles Urgestein in Sachen Wahlkampf.
Eben nur noch Senator Ted Pullmann ist der einzige ernstzunehmende, parteiinterne Konkurrent.
Meyers und Zara präparieren und managen den charismatischen Redner Morris für den andauernden Interview- und Debatten, lancieren gezielt Stellungnahmen an die Presse und analysieren jeden Tag aufs Neue die wechselnde Trendlage. Größtes Ziel ist es die Gunst von Senator Franklin Thompson (Jeffrey Wright) zu erlangen, denn der hat die Stimmen von mehr als 350 Wahlmänner hinter sich - was soviel wie der Sieg bedeutet.
Zwischenzeitlich beginnt Meyers eine Affäre mit der Praktikantin Molly Steams (Evan Rachel Wood).
Eines Tages bekommt er einen Anruf von von Tom Duffy (Paul Giamatti), dem Wahlkampfmanager des anderen demokratischen Kandidaten Pullman.
Anstatt den Anruf zu ignorieren, folgt Meyers neugierig der Einladung. Das Komplott nimmt seinen Lauf...
George Clooney ist ein politischer Filmemacher, seine bislang beste Arbeit war "Good Night and Good Luck". In den ebenfalls sehr politisch ambitionieren "Syriana" erspielte er sich einen Oscar als bester Nebendarsteller.
Mit Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman, Marisa Tomei und Paul Giamatti stand Clooney auch für die Realisierung seines Films ein gutes Ensemble zur Verfügung, das stark aufspielt.
Besonders Ryan Gosling als gekränkter, eitler Idealist ist erwähnenswert.
Meyers genießt auch die persönliche Nähe und das vertrauliche Verhältnis zum Politiker Morris, der mit seinem liberalen, progressiven Stil eine neue Politik verspricht. Und Meyers glaubt auch den Inhalten von Morris, der ein guter Präsident wäre.
Eine Geschichte über Verführung und Verrat, Idealismus und Korruption. Und eine Geschichte um die größte politische Todsünde in der Politik und Angriffsfläche für jeden Kandidaten. Hier an dieser Stelle wird der Film ein bisschen oberflächlich. Immer diese Praktikantinnen...
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.




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