Sonntag, 9. Dezember 2012

Pakt der Rache




















Regie: Roger Donaldson

Selbstjustiz als Dienstleistung...

In Peter Hyams 1983er Justizthriller "Ein Richter sieht rot" kommen Verbrecher, deren Schuld zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, aus formaljuristischen Gründen frei. Das sorgte auch für Richter Hardin, gespielt von Michael Douglas, für Frust und Unmut und so schliesst er sich einer geheimen Strafkammer an, zu der sich Richter mit ähnlichen Erfahrungen zusammengetan haben und die als Geheimloge Verurteilungen vornehmen und damit die Selbstjustiz unter einem Deckmantel zelebrieren. Roger Donaldsons "Pakt der Rache" ist im gleichen Genre zuhause. In dem 2011 inszenierten Film agiert ebenfalls eine Geheimorganisation, die sich für Recht, Gesetz und Ordnung einsetzen und das alles selbst in die Hand nehmen, weil die Gerichte zu lasch oder zu langsam sind.
Hier beginnt dann die Geschichte des High School Lehrer Will Gerard (Nicholas Cage), der mit Ehefrau Laura (January Jones) ein zufriedenes, glückliches Leben in New Orleans führt.
Gerne spielt er Schach mit seinem Freund Jimmy (Harald Perrineau) oder geniesst einen Kneipenbesuch. Das Schicksal schlägt aber unbarmherzig zu, als Laura auf dem Nachhauseweg von einem Gangster übel vergewaltigt und zusammengeschlagen wird.
Im Krankenhaus spricht ihn ein Fremder (Guy Pearce) an, der sich als Simon vorstellt und gleich zur Sache kommt. Er gibt an diesem Geheimbund anzugehören und sie würden sofort den Täter zur Rechenschaft ziehen. Hier kommt das erste Logikloch, denn wie soll diese Organisation den Übeltäter bereits vor den Ermittlungen der Polizei kennen ? Gut, wir ignorieren mal diesen Drehbuch-Nonsens und werden gleich mit der nächsten Unglaubwürdigkeit konfrontiert: Will schaltet mal das Denken aus und sagt nach einigen Sekunden Zögern dem Fremden zu, dass sie den Gangster fertig machen sollen. Warum denn nicht ? Wenn die einzige Bedingung für diese Dienstleistung irgendwann nur aus einem kleinen Gefallen, vielleicht ein Brief einwerfen oder ein Telefonat erledigen, besteht.
Simon macht sich auch sofort ans Werk, der Verbrecher wird mit dem Tod bestraft. Laura erholt sich wieder und Will denkt schon gar nicht mehr an seinen Deal, doch dann meldet sich Simon...

 Und hier wirds dann tatsächlich spannend und der Thriller hat einige gute Szenen zu bieten, bsp. wenn Will einem Pädophilen auflauern muss und er im Zwiespaöt steckt den Gefallen auszuführen. Längst hat er da schon erkannt, dass ein "Nein" lebensgefährlich für ihn und für Laura werden kann.
Fans von Actionthrillern kommen hier gut auf ihre Kosten, trotz diverser Ungereimtheiten bleibt alles bis zum Schluß unterhaltsam mit gutem Gespür für ein effektives Timing.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.

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