Sonntag, 9. Dezember 2012
Angel A
Regie: Luc Besson
Angela, Engel, 2 m groß...
George Bailey, der beliebteste Bürger der fiktiven Stadt Bedford Falls verliert seinen Lebensmut und möchte aus dem Leben scheiden. Ein Glück, dass es Engel gibt, denn Clarence zeigt dem Mann wie es gewesen wäre, wenn er nicht gelebt hätte...so die bekannte Story aus Frank Capras "Ist das Leben nicht schön ?", dem berühmten Weihnachtsfilm mit James Stewart.
Luc Besson muss sich davon inspiriert haben, hat aber Bedford Falls oder Potters Ville nach Paris verlegt, statt Schnee gibts eine Geschichte, die bei schönen Sonnenschein spielt. Blauer Himmel ist allerdings Fehlanzeige, denn Besson hält sein modernes Märchen im klassischen Schwarz-Weiß.
Wie George will auch Andre (Jamel Debhouze) mit seinem Leben auf einer Brücke Schluß machen.
Er hat genug von seinem Looserleben als Kleinkrimineller, noch dazu steckt er gerade jetzt in großen Schwierigkeiten. Denn er schuldet zwei verschiedenen Gangstergruppen Kohle, dabei wollte er naiverwaise ein ganz neues Leben in Amerika anfangen.
Aber zuerst mal muss er 24 Stunden Gnadenaufschub erwirken, derweil er baumelnd hoch über dem Rand des Eifelturms um sein Leben bettelt.
20.000 Euro will der Kredithai und Mafioso Franck (Gilbert Melki) innert von 24 Stunden. Ansonsten wird dem armen Andre das Licht des Lebens ausgeblasen.
Hat doch alles keinen Sinn, deshalb steht er jetzt auf der Pont Alexandre III und will sich in die Seine stürzen.
Doch gegenüber auf dem Podest hat scheinbar eine durchgeknallte Blondine, die mindestens 2 Meter groß sein mus wie aus dem Nichts aufgetaucht und hat wohl die gleiche Idee wie Andre.
Sie springt, er auch...aber er rettet sie natürlich und schupps hat er mit Angela (Rie Rasmussen) einen echten Engel am Hals. Nur glauben tut er das natürlich nicht. Wir leben schliesslich nicht im Jahr 1946 in Bedford Falls sondern im Hier und Heute in der Weltmetropole Paris.
Ein sehr schöner, geglückter Film von Luc Besson, der visuell seine größte Stärke offenbart. Allerdings ist auch der FeelGood Charakter des Films nicht zu unterschätzen, wer hätte nicht gerne einen Schutzengel, der zwei Köpfe größer ist (siehe James Stewart in "Harvey) an seiner Seite, der das Selbstwertgefühl seines Klienten zu steigern weiß und ihn wieder auf die rechte Bahn des Lebens führt.
Sehr sympathisch, allerdings ein sehr untypischer Film für Luc Besson.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
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