Donnerstag, 13. Dezember 2012

A Gang Story



Regie: Olivier Marchal

Für Freundschaft und Ehre...

In den 70er Jahren hatten sie einen legendären Ruf unter den Gangstern: Zusammen mit ihrer Bande, der “Gang des Lyonnais”, machten sie die Straßen unsicher und raubten Ende der 60er und Anfang der 70er spektakulär unzählige Banken sowie Geldtransporter aus, die Köpfe der Gang waren Momon Vidal (Dimitri Storoge) und Serge Suttel (Olivier Chantreau).
Die Bank- und Geldtransportüberfalle gingen solange gut, bis die Bande verpfiffen wurde. Es gab unterschiedliche Haftstrafen.
Inzwischen hat sich Momon (Gerard Lavin) zur Ruhe gesetzt und seiner Frau Janou (Valeria Cavalli) schon vor Jahren versprochen nie wieder ein Ding zu drehen. Doch als Serge (Tcheky Karyo) sein bester Freund von damals von den Bullen verhaftet wurde, wird er vor eine harte Entscheidung gestellt. Denn das Gesetz der Ehre verlangt es, dass er den Freund, den er 13 Jahre nicht mehr gesehen hat, befreit - zumal das Knastleben von Serge düster aussieht, weil er den Gangster Nick (Etienne Chicot) betrogen hat. Dieser war damals auch Mitglied der "Lyonnais".
Die in die Jahre gekommenen restlichen Gangmitglieder organisieren mit Hilfe von ein paar ungestümen Youngster ein Befreiungskommando, das erfolgreich verläuft, aber zwei Polizisten durch die brutale Art der Jungen das Leben kostet. Die Polizei unter der Leitung von Kommissar Max Brauner (Patrick Catalifo) sucht den Geflohenen auf Hochtouren und bald ist auch Serges Tochter (Estelle Skornik) mit ihrem kleinen Jungen in Gefahr...



Wieder ein sehr gelungener Gangsterfilm von Olivier Marchal, der bereits mit "36) und "MR 73" die alte Tradition des französischen Gangsterkrimis wieder erfolgreich aufleben lassen konnte.
Es ist fast ein kleines Epos aus "A Gang Story" geworden, obwohl die Laufzeit mit 103 Minuten wie im Flug vergeht - denn trotz der Anleihen bei Jean Pierre Melville findet sich auch dieser Hauch von Mafia- und Gangsterfilmen wie "Good Fellas" oder "Heat" im Werk eingeflochten.
Gute, glaubwürdige Darsteller und das richtige Gefühl für eine harte Atmosphäre mit ausgewogenen melancholischen Anteilen sind das Plus dieser Geschichte über Gangster, die in die Jahre gekommen sind.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

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