Regie: Franck Mancuso
Nachforschung im Interesse der Familie...
"R.I.F." steht für das polizeiliche Formular "Forschung im Interesse der Familie" und bezieht sich auf eine Vermisstenmeldung. Im Falle des 2011 inszenierten französischen Thrillers von Franck Mancuso ist die Frau eines etwas hitzköpfigen Cops der Pariser Polizei verschwunden.
Das Unglück nimmt seinen Lauf als Polizeihauptmann Stephane Monnereau (Yvan Attal) endlich mal Urlaub vom aufreibenden Polizeijob nimmt und mit Frau Valerie (Valentina Cervi) und dem kleinen Sohn Theo (Talid Aris) im Auto das Urlaubsziel ansteuert.
Auf der Fahrt muss er einem Wildschwein ausweichen, danach springt der Wagen nicht mehr an. Immerhin nimmt ein hilfsbereiter Autofahrer die drei mit zur 10 km entfernten Tankstelle, dort wartet die Familie auf den Abschleppwagen. Währenddessen gibts Krach zwischen den Eheleuten, so dass Valerie alleine an der Tankstelle bleibt, während Stephane mit seinem Jungen mit dem Pannendienst zum Auto fahren.
Noch vor Ort wird der Schaden provisorisch behoben, Stephane kann weiterfahren - doch in der halben Stunde Abwesenheit ist seine wartende Frau am Rastplatz verschwunden.
Die Gendarmerie unter der Leitung von Captain Bertrand Barthelemy (Pascal Elbe) nimmt die Ermittlungen auf. Es ist einer dieser vielen Fälle von verschwundenen Familienmitgliedern, von denen die meisten nach 1 Woche wieder auftauchen. Doch Stephane als Vollblutcop gehen die routinierten Ermittlungen zu lasch voran, er recherchiert bald selbst, denn er weiß, dass jede Stunde zählt...
Ein spannender französicher Thriller, der ganz in der Tradition von Georg Sluizers "Spurlos" oder Jonathan Mostows "Breakdown" angelegt ist - somit zwar nichts Neues bietet, aber eine ähnliche Geschichte mit gutem Gespür für die Charakterzeichnung und mit kontinuierlich anhaltender Spannung erzählt. Dabei verzichtet Franck Mancuso auf zuviel Übertriebenheit, seine Geschichte bleibt bis zum Schluß realistisch und dadurch am Ende auch nicht sehr hoffnungsfroh.
Vor allem Yvan Attal als gelegentlich zu engagierter Cop und Pascal Elbe als sein besonnener Berufskollege spielen ihre Rollen sehr glaubwürdig.
Als gut gemachter Mitternachtskrimi ist "R.I.F. eine gute Empfehlung.
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.
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