Sonntag, 9. Dezember 2012

Jane Eyre





















Regie: Cary Fukunaga

Dunkles Geheimnis auf Thornfield...

Ein junge Frau rennt davon, sie weint und flieht bei Tagesanbruch von einem großen Anwesen, sie läuft und läuft. Auf dieser Flucht wird sie von einem starkes Unwetter überrascht. Es gelingt ihr noch völlig entkräftet und völlig durchnässt, an ein Haus in der Einöde zu gelangen.
Dies der Auftakt zu der 2011er Ausgabe von "Jane Eyre", am Regiestuhl saß der hoffnungsvolle Cary Fukunaga, der mit "Sin Nombre" bereits mehr als einen Achtungserfolg bei der Kritik verbuchen konnte.
Herzstück dieser Neuverfilmung ist die sensible Darstellung der jungen Mia Wasikowska, die der Heldin nicht nur ein Gesicht, sondern auch ein Gefühl verleiht und für mich eine echte Entdeckung ist.
Sie verleiht diesem Film auch eine Ausstrahlung, die mich ein bisschen an Nastassja Kinskis "Tess" erinnert hat.
Doch zurück zur Geschichte:
"Jane Eyre" hat schon etliche Verfilmungen aufzweisen. Das gleichnamige Buch erschien 1847 unter dem Pseudonym Currer Bell. Die britische Schriftstellerin Charlotte Bronte steckte hinter dem Phantasienamen, gelungen ist ihr ein bis heute beliebter Klassiker der viktorianischen Epoche des 19. Jahrhunderts und zudem ein Plädoyer gegen die sozialen Klassen, das Buch beschreibt die Beziehung zwischen den Geschlechtern.
Ausserdem ist der Liebesroman gekennzeichnet vom Konflikt zwischen persönlichen Verlangen und den Wünschen und Bestimmungen der Gesellschaft.
In dieser Gewitternacht wird die Tür für Jane (Mia Wasokowska) von Mr. St. John Rivers (Jamie Bell) und seinen Schwestern geöffnet. Dort erholt sie sich und dem Zuschauer eröffnet sich in einer Rückblende das Schicksal der Frau, die als Waise bei der Frau ihres Onkels aufgenommen wird und dort als unartiges, böses Kind nicht länger geduldet werden kann. Zur Besserung geht ihr weiteres Leben in einem Mädcheninternat weiter.
Als erwachsene junge Frau verlässt sie das Internat, indem sie zuletzt gar als Lehrerin gearbeitet hat.
Danach nimmt sie eine Arbeitsstelle als Gouvernante auf Thornfield an, wo  Mrs. Fairfax (Judi Dench), die Haushälterin das Sagen hat, weil der Hausherr, ein gewisser Mr. Rochester (Michael Fassbender) nur selten zu sehen ist, er ist ständig auf Reisen.  Jane soll sich um das Mündel von Rochester, die kleine Französin Adele (Romy Setborn Moore) kümmern.
Bei einem Spaziergang durch den Wald lernt sie dann tatsächlich ihren Arbeitgeber kennen. Dessen Pferd scheut beim Anblick von Jane und wirft den Reiter ab.
Und so lernen sich die beiden Hauptfiguren der Geschichte kennen...

Herausgekommen ist ein sehr schöner, warmer Kostümfilm, der auch trotz seiner Stille und Ruhe angenehm eine vergangene Epoche auferstehen lässt. Dabei sind die Kostüme, die Location, Ausstattung - auch die Kamerabilder (Adriano Goldman) sehr erlesen, wie es sich für einen historischen Stoff auch gehört.
Die Geschichte dürfte ja bekannt sein, die Neuverfilmung für ein junges Publikum scheint mir gelungen.


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen