Sonntag, 9. Dezember 2012

Der Mordanschlag

 

Regie: Peter R. Hunt

Killi schützt die First Lady...

Peter R. Hunt ist der Regisseur des legendären, vielleicht besten Bond Films "Im Geheimdienst seiner Majestät" mit dem am wenigsten erfolgreichen Bond-Darsteller George Lazenby.
Mit Charles Bronson drehte er zwei Filme, den 1981 entstanden Alaskafilm "Yukon" und den sechs Jahre später enstandenen "Der Anschlag", der sicherlich zu den eher kuriosen Bronson Filmen gehört.
Denn wie sehr oft kommt Bronsons Ehefrau Jill Ireland eine tragende Rolle zu, hier spielt sie "Mama 1", die resolute Ehefrau des amtierenden US-Präsidenten. Mehr als einmal wird man aus den Bodyguard Kreisen zu hören bekommen, dass man sich sogar das Biest Nancy Reagon zurückwünscht.
Jay Killion (Charles Bronson) ist einer dieser Bodyguards und mit seinem Können und seiner Berufserfahrung einer der besten seines Fachs. Der Veteran darf aber diesmal nicht die Bewachung von Mr. President gestalten, sondern muss mit der zweitwichtigsten Aufgabe vorlieb nehmen: Der Schutz der Frist Lady, aber Laramie Royce Craig (Jill Ireland) strotzt nur so von Egozentrik und lässt sich beinahe überhaupt nicht kontrollieren, da ihre Kooperation mit den Leibwächern gegen Null tendiert.
Zu Killis (so nennen ihn seine Freunde) Stab gehören auch Tyler Loudermilk (Randy Brooks) und Charlotte Chong (Jan Gang Boyd), die für Killi mehr empfindet als berufliche Freundschaft.
Und schon sind wir auch mitten im Geschehen, denn die Hinweise verdichten sich, dass man die Präsidentengattin um die Ecke bringen will. Killi muss nin herausfinden, wer die Übeltäter sind und die unbelehrbare Schutzbefohlene davon abhalten durch Ignoranz und Sturheit ins Grab zu beissen..

Ok, sehr spannend ist der Film nicht, wenn man einen vergleichbaren Film heranzieht wie etwa "In the Line of Fire", der sein Thema sehr ernst bearbeitet und mit einem perfiden Bösen aufwarten kann, noch dazu einen desillusionierten Antihelden.
In "Der Anschlag" aus der Actionschmiede von Cannon dagegen herrscht die Spielfreude und die Ausgelassenheit vor, die das nicht gerade üppige Budget vergessen machen soll.
Jill Ireland bekommt wie bereits angedeutet, ebenso wie in "Ein Mann räumt auf" Gelegenheit mal kräftiges Overacting zu betreiben, was vielleicht stören mag - mich hat es eher amüsiert, denn es macht den unterhaltsamen Film recht sympathisch und bietet einen guten Kontrast zum gewohnt still und besonnen agierenden Bronson, der hier mal nicht den Rächer spielen muss. Im Grunde handelt es sich beinahe um einen Vorläufer von "Bodyguard", denn während des Treibens zwischen Bewacher und Gangster kommt mal ganz nebenbei eine Liebesgeschichte dazu, hier wird Bronson als ewiger Junggeselle von den gefühlsmässigen Ambitionen einer US-Chinesin besiegt.
Trotz der unglaubwürdigen Story und wenig Action hat der Film einen guten Unterhaltungswert. Bronson ist wie gewohnt klasse

Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.

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