
Regie: Morten Tyldum
Duell der Kopfgeldjäger...
"Headhunter" verdienen ne Menge Kohle, so auch Roger Brown (Aksel Hennie), Norwegens bekanntester Personalvermittler. Er vermittelt passendes Personal an rennomierte Arbeitgeber. Dementsprechend hoch fallen auc die Provisionen aus.
Eigentlich müsste der 1,68 m große Mann zufrieden sein, doch er kompensiert seine unterdurchschnittliche Körpergröße mit einem Mindestmaß an Machtbestreben. Seine Frau Diana (Synnove Macody Lund) ist um einiges größer als er, schön und blond und arbeitet als Galeristin.
Um sie nicht zu verlieren lebt er allerdings über seine Verhältnisse, weil er ihr exklusive Geschenke macht.
Auch das enorm luxuriöse Haus muss abbezahlt werden - daher lebt Roger auch ein Doppelleben als Kunstdieb und hofft in diesem Sektor auf den ganz großen Millionencoup.
Durch seinen Beruf lernt er auf einer Ausstellung seiner Frau den smarten Geschäftsmann Clas Greve (Nikolai Coster-Waldau) kennen, den er für eine große GPS-Firma abwerben soll. Greve ist darüberhinaus auch noch äußerst vermögend und wie ihm seine Frau mitteilt im Besitz eines sehr wertvollen Gemäldes von Rubens. Dieses Gemälde gilt seit dem 2. Weltkrieg als verschollen. Nun sieht Roger die große Chance gekommen seine Schulden mit einem Mal zu tilgen und sein Vermögen zu sichern. Er plant den Raub mit seinem Freund Ove Kjikerud (Eivind Sander) und steigt in die Wohnung von Greve. Als er mit dem Bild aus dem Haus läuft, hält er kurz am Fenster inne und macht etwas, was alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Doch das ist erst der Anfang eines tödlichen Duells...
"Headhunters" ist ein 2011 inszenierter Thriller des norwegischen Regisseurs Morten Tyldum, der auf dem Roman Hodejegerne von Jo Nesbø basiert. Der Thrill beginnt langsam aber intensiv, zuerst lässt sich Tyldum reichlich Zeit die Hauptfiguren der Geschichte vorzustellen, erst aber der Mitte dreht der Film merklich auf und wird zum sehr gut unterhaltenden Spannungskino mit überraschenden Wendungen.
Dabei kann der Film auf gute Schauspielleistungen zurückgreifen, vor allem Aksel Hennie als gestrauchelter Yuppie agiert sehr glaubwürdig. Auch Synnove Macodi-Lund hat als Ehefrau eine sehr bemerkenswerte Nebenrolle erwischt, die intensive und lange Zeit doppeldeutige Szene in der Garage wird mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben.
Bewertung. 8 von 10 Punkten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen