Sonntag, 9. Dezember 2012

Warrior


















Regie: Gavin O´Connor

Zwei Kämpfer, zwei Brüder...

 Nicht nur Boxerfilme wie "Rocky" oder "The Fighter" kommen mit einer packenden Geschichte, aber auch viel Klischeefiguren daher: Auch Gavin O`Connors "Warrior" lebt von dieser Struktur. Es ist die Geschichte von zei Mixed Material Arts Kampfsportlern, die zu allem Unglück auch noch Brüder sind.
Denn die Eltern von Brendan (Joel Edgerton) und Tommy Conlon (Tom Hardy) müssen wohl eine derartige Horrorehe geführt haben, dass die Jungs noch heute darunter leiden. Die Mutter tot, der Vater seit 1000 Tagen endlich mal trocken.
Überhaupt ist schnell klar, dass Vater Paddy Conlon (Nick Nolte) die Wurzel allen Übels war, seine Frau terrorisiert hat - nur in einem war er gut: Er hat aus den beiden Jungs gute Kampfsportler gemacht.
Der Film beginnt als der Ex Marine Tommy eines Abend unerwartet vor dem Haus seines Alten in Pittsburgh steht und ihn besucht. Natürlich steckt da ein Grund dahinter, denn der Sohn hasst den Vater abgrundtief.
Unter anderem soll der Vater ihn auch fit machen für das Grand Prix Turnier Sparta, dass demnächst in Atlantic City stattfinden soll und dem Sieger ein Preisgeld von 5 Millionen Dollar beschert.
Auch Tommys Bruder Brendan, ein ehemaliger UFC-Kämpfer, könnte das Preisgeld gut brauchen, denn sein Haus steht vor der Zwangsvollstreckung und er hat als Physiklehrer nicht die finanziellen Mitteln, um der drohenden Katastrophe Einhalt zu gebieten.
Seine Frau Tess (Jennifer Morisson) könnte mit kleineren Brötchen backen, sie will nicht, dass ihr Mann wieder in den Ring steigt, denn sie fürchtet schlimmstes.

Dieser geht allerdings schon heimlich ein Turnier in der Provinz beschreiten, was ihm zwar ein Preisgeld von 500 Dollar einbringt, zudem auch den Respekt und die Bewunderung seiner Schüler, aber auch eine Suspendierung, die der Schulleiter ausspricht...
Dramaturgisch ist alles so aufgebaut, dass bei diesem Sparta-Turnier und den 16 Kämpfer zwei Tage lang im KO-Runden-System am Ende die beiden Finalisten stehen. Man muss nicht SPOILERN, um zu wissen, wer sich am Ende gegenüber steht und dass der Kampf im Ring auch der Kampf im wahren Leben symbolisiert. Es ist halt dieser gute alte Stoff, aus dem die Boxfilmklasiker sind und diesen Erfolgsrezepten bedienen sich auch Gavin ´ Connors Kämpfer.
Am Ende dann aber noch mal geladene Spannung, denn man weiß wirklich nicht, welcher der Brüder dann als Sieger dastehen wird.
Oder doch ?
Für Nick Nolte gabs als Monstervater eine Oscarnominierung, aber auch die aneren Rollen sind gut besetzt.
"Warrior" ist durchweg spannend, trotz einger Voraussehbarkeiten - das Turnier selbst nimmt dann auch einen hohen Raum an Zeit für sich in Anspruch, der Actiongehalt ist gut gelungen und wohl dosiert.


Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen