Sonntag, 9. Dezember 2012
Cleanskin
Regie: Hadi Hajaig
Jäger und Schläfer...
Nach "Dame, König, As, Spion" von Tomas Alfredsson kommt mit "Cleanskin" ein weiterer guter britscher Vertreter des gleichen Genres.
Dabei ist der Film von Hadi Hajaig mehr Charakterstudie eines Trroristen als Actionfilm und mehr dreckiger Bastard mit 70er Jahre Einschlag als Hollywood Spionage Hochglanzepos der Neuzeit.
Das tut dem Film aber gut, auch Sean Bean ist wieder mal eine sichere Bank. Er wirkt durchweg glaubwürdig und spielt den kaltblütigen Terroristenjäger.
In der Zeit nach dem 11. September hat London Angst wegen einer Terrorzelle, die in der Stadt Anschläge plant.
Zu dieser Zeit ist der desillusionierte Regierungsagent Ewan (Sean Bean) undercover für einen Waffenhändler tätig, doch die Männer geraten in einen perfiden Hinterhalt, Ewan überlebt verletzt.
Und schon gibts auch den neuesten Auftrag seiner Chefin (Charlotte Ramplin). Er soll die Terrorzelle ausfindig machen und die Gesetze soweit beugen wie es geht, die Terroristen ausschalten, dabei möglichst keine Verletzten hinterlassen - denn Tote lassen sich später besser aufräumen.
Als Kollege steht ihm der jüngere Mark (Tom Burke), ein guter Schütze, zur Seite.
Irgendwann werden sie auf den "Cleanskin" treffen, eben diesen potentiellen Attentäter, der unauffällig ist, weil gesellschaftlich integriert und sein Vorhaben auf diese Weise perfekt kaschiert. Ash (Abhin Galeya) ist einer dieser Selbstmordattentäter, der muslimische Brite, der in einer Gewissenskrise von Hassprediger Nabil (Peter Polycarpou) radikalisiert wurde und nun auf seinen Einsatz wartet. Nur noch wenige Tage bis zum Auftrag in Allahs Namen, ein Grund mehr seine ehemalige Freundin Kate (Tuppence Middleton) zu treffen...
Hier haben wir es wirklich mit einem sehr spannenden und authentischen Thriller aus der Welt der Geheimdienste zu tun, der sattes und grimmiges Actionkino vermittelt.
Dem Film gelingt es Erinnerungen an ein Thriller-Kino zu wecken, indem es noch starke Erzählkunst vorrangig war. "Der Schakal" von Fred Zinnemann, aber auch Schlesingers "Marathon Mann" kommen in den Sinn und diese retrohafte Hinwendung zu diesen Klassikern zeigt, dass der Zuschauer das Bombast Kino von Heute im gleichen Genre gar nicht braucht, um begeistert in den Spionagesektor einzutauchen. In leichter B-Movie Manier unterhält das raue, ungeschönte, reale wie dreckige Agenten-Szenario bestens.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
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