
Regie: Takeshi Kitano
Der Rachkreislauf der Yakuza...
Die Sanno-kai Yakuza Familie ist eine äusserst mächtige Organisation mit einigen Unterfamilien. Der Oberchef des Clans, Sekuichi (Soichiro Kitamura) und sein Stellvertreter Kato (Tomokazu Miuru) sehen es nicht gern, dass die Gangster Ikemoto (Jun Kunimura) und Murase (Renji Ishibashi) immer mehr gemeinsame Geschäfte tätigen. Ikemoto und Murase sollen nun, um nicht zu mächtig zu werden, gegeneiander ausgespielt werden, so wird Ikemoto befohlen gegen den Verbündeten zu kämpfen und dessen Familie zu übernehmen. Die beiden Yakuza haben sich allerdings Bruderschaft geschworen, also gibt Ikemoto seinem Untergebenen Otomo (Takeshi Kitano) die Aufgabe, Murase zu zwingen, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Mit seinen Leuten kann Otomo tatsächlich den Yakuza-Clan der Murase empfindlich zu schwächen, doch die Gewalt hat Gegengewalt erzeugt.
Der korrupte Detective Kataoka (Fumiyo Kohinata), der Otomo schon seit jungen Jahren kennt, scheint nur dem seine Loyalität zu zeigen, der ihm auch das fürstlichste Bestechungsgeld bietet.
Immer mehr eskaliert der Gangsterkrieg und hinterlässt eine blutige Spur...
"Outrage" ist ein Film von Takashi Miike, der mit diesem Werk zu seinem früheren Lieblingsmotiv, dem Yakuzathriller, zurückkehrt.
Bedächtig führt die Vergeltungs-Story eindrücklich vor, wie die verschiedenen Familienmitglieder gegeneinander ausgespielt werden und jede Aktion zieht unweigerlich eine Reaktion nach sich.
Takeshi Kitano taucht mit diesem 2010 realsierten eiskalten Thriller erneut tief in den japanischen Mafia-Kosmos der Yakuza ein. "Outrage" handelt von Ehrerbietung und Erniedrigung und vor allem vom Machtstreben.
Kitano zeigt den ewigen Fluß der Gewalt, dem sich keiner der Protagonisten entziehen kann und am Ende ist derjenige siegreich, der sich in diesem Machtspiel am besten positioniert hat und vor allem die Gunst des Augenblicks nutzen konnte.
Kitanos ruhige Regie ist unverkennbar und kreiert gerade zu Anfang eine ganz besondere Atmosphäre. Die Macht der Yakuza-Clanführer, die unter der Oberfläche respektvollen Umgangs miteinander hindurchscheint, ist in jedem Bild zu spüren und gibt eine gefährliche Aura der Bedrohlichkeit ab. Die stillen Bilder werden wie bei Kitano typisch aber immer wieder von plötzlichen Ausbrüchen der Gewalt unterbrochen. Das sind die Momente, in denen uns klar wird, dass hinter der Fassade der Ehre und Loyalität nichts weiter als machthungrige Kriminelle in Anzügen stecken.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.
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