Regie: Arthur Hiller
Ruhige, erholsame Zugfahrt...
George Caldwell (Gene Wilder) ist ein Koch- und Gartenbuchverleger, der von Los Angeles nach Chicago zur Hochzeit seiner Schwester lieber den Zug als den Jet nimmt. Mit dem gemütlichen Reisen im Silberpfeil Express verbindet er Ruhe und sogar Langeweile, die er jetzt grade braucht. Er will einfach ein paar Bücher lesen und relaxen.
Doch bereits als die Reise beginnt, wird er von dem etwas aufdringlichen Verkäufer Bob Sweet (Ned Beatty) über die Vorzüge und Geheimnisse von Zugreisen informiert. Für Sweet ist das die ultimative Chance zum Frauen anmachen mit einer fast 100%igen Erfolgsquote.
Um dies zu demonstrieren, macht er vor den Augen des ungläubligen Caldwell die Mitreisende Hildegard Burns (Jill Clayburgh) unmissverständlich und plump an, doch die Abfuhr hat sich gewaschen.
Und gerade diese Frau ist im Nachbarabteil von Caldwell untergebracht, dumm auch, dass sich die Verbindungstür eine Macke hat und sich gar nicht schließen lässt.
Caldwell freundet sich schnell mit "Hilly" an und einer unvergesslichen Nacht, genauso wie von Sweet prophezeit, steht nichts mehr im Wege.
Das Vorspiel endet allerdings abrupt, da Caldwell durchs Fenster sieht, wie eine Leiche vom Dach aus dem Zug fällt.
Keiner glaubt ihm, nicht mal Hilly.
Er ist sich aber sicher, dass es sich bei dem Toten um den Boss von Hilly handelt, dieser Professor Schreiner (Stefan Gierasch) ist ein bekannter Kunsthistoriker, der sich ebenfalls im Silberpfeil befindet und gerade eine Werbetour für sein neues Buch über Rembrandt macht.
Es kommt noch dicker: Als Caldwell am anderen Morgen voller Neugier das Abteil von Schreier aufsucht, wird er von zwei dubiosen Gestalten (Ray Walston/Richard Kiel) daran gehindert, einer der Männer wirft Caldwell kurzerhand aus dem fahrenden Zug.
Damit fängt das Abenteuer aber erst an, mit einer alten Farmerin (Lucille Benson) fliegt er wieder in Richtung Zug und kann ermeut einsteigen. Dann macht er die Bekanntschaft mit dem dubiosen Geschäftsmann Roger Devereau (Patrick McGoohan), der sich für das rüde Vorgehen seiner Männer entschuldigt. Die Ereignisse überschlagen sich und es der Rauschwurf aus dem Silberpfeil wiederholt sich, nur gut, dass Caldwell mit dem Gelegenheitsdieb Grover T. Muldoone (Richard Pryor) einen starken Partner findet, mit dessen Hilfe er wieder in den Silberpfeil gelangt...
Ein witziger Eisenbahnfilm, der in seiner Grundstruktur an Hitchcocks berühmten "North by Northwest" erinnert, wie Roger Thornhill ist auch George Caldwell, der als ganz normaler Durchschnittsmensch plötzlich in eine extrem auswegslose, gefährliche Situation mit einer Gangsterbande gerät.
Dabei lernen beide im Zug die Frau ihrer Träume kennen - und in beiden Fäällen ist nicht so recht klar, was für eine Rolle die Frau wirklich spielt.
Das reale Vorbild des „Silver Streak“ ist der Southwest Chief, der aus dem „Southwest Limited“ bzw. dem „Super Chief“ hervorging. Er fährt auch aktuell die Strecke Los Angeles – Chicago und gilt als der schnellste transkontinentale Zug Nordamerikas.
Der unterhaltsame Film von Arthur Hiller, der 1976 entstand, ein guter Kassenerfolg wurde ist ein ausgelassener Mix aus Actionkomödie, Screwball, Thriller und Katastrophenfilm, denn am Ende rast die Lokomotive führerlos in Richtung Hauptbahnhof Chicago, können Kollateralschäden vermieden werden ?
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
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