Samstag, 8. Dezember 2012
Wasted on the Young
Regie: Ben C. Lucas
Gruppenzwang und Mobbing...
Darren (Oliver Ackland) hat durch seine reiche Mom einen noch reicheren Stiefvater und mit Zack (Alec Russell) auch einen neuen Stiefbruder bekommen.
Beide besuchen von nun an die gleiche Elite Privatschule in Australien und bewohnen das gleiche Haus. Die Eltern treiben sich mit Vorliebe in der Weltgeschichte herum und tauchen nur sporadisch Zuhause auf.
Zack ist das tonangebende Großmaul seiner elitären Clique, er hängt meist mit seinen Kumpels Jonathan (Tom Stokes) und dem Schläger Brook (T.J. Power) rum und demütigt mit Vorliebe die schwächeren Aussenseiter der Schule.
Darren hält sich zurück und hat keine Ambitionen seinem fiesen Stiefbruder Paroli zu bieten. Warum denn auch ? Er ist zwar still, aber er wird von der Clique akzeptiert, weil er selbst genug Geld hat und ebenso erfolgreich in der Schwimm-Mannschaft ist.
Die von vielen begehrte Xandrie Adelaide Clemens) schwärmt heimlich von Darren und versucht mit ihm in Kontakt zu kommen. Dieser ist vorerst etwas chüchtern, aber bei der Party, die Zack im Elternhaus starten lässt, scheint die beste Gelegenheit zu sein, um sich näher zu kommen.
Doch es kommt anders: Zwei Mädels aus Zacks Clique geben Xandrie einen Cocktail mit Drogen, diese wird in ihrem bewusstlosen Zustand von Zack und seinen zwei Freuden im Keller missbraucht und anschliessend fast leblos am Strand abgelegt. Darren macht sich auf die Suche nach der verschwundenen Xandrie...
Ben C. Lucas ist ein australischer Regisseur und er liefert mit "Wasted to the Young" in weiten Teilen ein beklemmendes Jugendportrait ab. Gleichzeitig ist die Struktur dieser Jugendlichen auch gesellschaftsmässig entlarvend, zeigt es doch die Macht von Prestige und Statussymbolen, vor allem auch das Machtgehabe, den Machtmissbrauch - auch durch die vielen Mitläufer und vor allem durch eine schweigende Mehrheit, die dadurch duldet und gewähren lässt.
Auch wenn der Film gegen Ende leider zu sehr überzeichnet, ist die Geschichte in weiten Teilen sehr beklemmend und spannend. Dies ist vor allem deshalb machbar, weil man nie so genau weiß, wie sich die Protagonisten positionieren und was sie als nächstes tun.
So gesehen ist der Film positiv unvorhersehbar und wäre wohl fast ein kleines Meisterwerk geworden, wenn er gegen Ende nicht so drastisch geworden wäre, hier hätte ich mir gewünscht, dass der Macher die Qualität des beinahe schon hypnotisch wirkenden ersten Drittel straight beibehalten hätte.
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.
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