Samstag, 8. Dezember 2012

Die Lincoln Verschwörung

























Regie: Robert Redford

Die Angeklagte Mary Surratt...

Der Sezessionskrieg ging ab 1865 einem raschen Ende entgegen. Am 3. April eroberten die Unionstruppen die Konföderiertenhauptstadt Richmond. Am 9. April 1965 kapitulierte der Rest von Lees Armee vor General Grant in Virginia.
Trotzdem erlebte Präsident Lincoln den endgültigen Sieg nicht mehr. Am Abend des Karfreitags, 14. April 1865 bleibt Lincoln einer Feier für die Überlebenden und Gewinner des Sezessionskrieges fern, denn auf Wunsch seiner Frau geht er mit ihr die Aufführung im Ford's Theatre in Washington D.C. zu geniessen.
Doch die Verschwörung einer fanatischer Südstaatler ist bereits in vollem Gange.
Das Attentat auf den Präsidenten soll Teil eines größeren Racheplans sein, Sklaverei-Anhängern um den Schauspieler Booth (Toby Kebbell) versuchen am selben Abend auch weitere Regierungsmitglieder zu ermorden. So wird auch Außenminister Seward bei einem Mordanschlag schwer verletzt.
Der Präsident stirb am Tag danach durch die Kugel von Booth. Dieser wird sehr bald darauf in Virginia gestellt und bei einem Schußwechsel mit seinen Verfolgern getötet.
Das Land trauert um einen beliebten Präsidenten, die Menschen wollen die Täter so hart wie möglich, der gerechten Strafe zuführen.
Die Regierung bildet mit Generälen als Richter ein Militärgericht, um die Verschwörer rechtmäßig zu verurteilen. Senator Reverdy Johnson (Tom Wilkinson) bemüht sich um einen fairen Prozess und wählt den jungen Anwalt und hochdekorierten Kriegsveteranen Frederic Aiken (James McAvoy) aus, um die Mitangeklagte Mary Suratt (Robin Wright) zu verteidigen. Eine Zivilistin und Pensionswirtin, die neben den Verschwörern  Lewis Powell, David Herold und dem deutschstämmige George Atzerodt auf der Anklagebank sitzt. Der Frau wird vorgeworfen, dass über ein Jahr die Verschwörergruppe in ihrer Pension ein- und ausgingen und darüberhinaus deren Sohn John (Johnny Simmons) mit den Männern befreundet war. John ist allerdings verschwunden. Mary Suratt wirft man vor, dass sie dadurch eine Mitverschwörerin ist, denn sie muss gewusst haben, welche finsteren Pläne in ihrem Haus geschmiedet werden.
Nur widerwillig nimmt der junge aufstrebende Anwalt den Fall an, denn auch er ist vom Schmerz des feigen Attentats nicht frei und empfindet seine Mandantin ebenfalls als schuldig.
Trotzdem wird er im Laufe des Prozesses eine weitere schmerzhafte Erfahrung machen, denn einiges spricht für die Unschuld der Frau und einige Zeugen scheinen bewusst die Unwahrheit zu sagen.
Er bemerkt den politischen Druck. Kriegsminister Edwin Stanton (Kevin Kline) will, dass alle für schuldig befunden und verurteilt werden...


Robert Redfords neuester Film "Die Lincoln Verschwörung" war leider kein großer Erfolg an der Kasse. Dabei ist der Film - wie bereits Redfords vorherigen Arbeit - politisch interessant gestaltet und auch einen Einblick auf die Rechtsstaatlichkeit und die Nachwehen einer nationalen Tragödie gibt. Die traurige Erkenntnis dabei ist, dass das Recht und die Wahrheit manchmal zugunster der Staatsräson geopfert werden.
Klar, der Film ist nicht jedermanns Sache, denn er wirkt stellenweise wie ein Dokumentarspiel und setzt auf ausgiebige Dialoge im Gerichtssaal. Trotzem kommt die Message an und der Film bemüht sich um große Authentizität, schafft somit eine steigende Spannung zu erzeugen.
Schauspielerin kann Robin Wright in der Rolle der Angeklagten überzeugen, wobei James McAvoy manchmal ein bisschen blass bleibt.


Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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