Regie: Jeff Renfroe
Terror und Paranoia...
Irgendwo in den USA, nach dem 9. September ist allgegenwärtig eine Paranoia zu spüren. Die Medien berichten rund um die Uhr vom Krieg gegen den Terrorismus.
Angesiedelt zwischen "Das Fenster zum Hof" und "Arlington Road" ist Jeff Renfroes Thriller aus dem Jahre 2006.
Es ist die Geschichte des Buchhalters Terry Allen (Peter Krause), der an diesem Tag die Stelle verloren hat, nun auf dem Weg nach Hause ist und dementsprechend übel gelaunt und auch niedergeschlagen seiner beruflich wesentlich erfolgreicheren Frau Marla (Kari Matchett) entgegen treten muß.
Das Geld wird natürlich jetzt knapp und in den nächsten Tagen hockt Terry frustriert in der Wohnung rum, während seine Frau zur Arbeit geht.
Er bemerkt, dass im Nachbarhaus ein islamischer Student (Khaled Abol Naga) einzieht und mit jedem Tag wächst Mißtrauen und Argwohn gegenüber dem neuen Nachbarn. In Terry keimt immer mehr der Verdacht, dass es sich um einen Terroristen handelt.
Obwohl ihm niemand glauben möchte - auch nicht seine Frau - denn die hieb- und stichfesten Beweise sind löchrig wie schweizer Käse - observiert er den arabischen Mann immer mehr. Er geht sogar soweit mit dem FBI Kontakt aufzunehmen. Heimlich trifft er sich mit Agent Tom Hilary (Richard Schiff), der ihm zwar sagt, dass er in diesen Tagen sovielen Verdächtigungen nachgehen muss und das meiste sich als Fehler erweist, aber bittet trotzdem die Augen offen zu halten. Für Terry ist damit klar, dass es in seiner Hand liegt die wahre Identität des Studenten zu entlarven...
Eine langsame Erzählweise zeichnet den Film von Renfroe aus, dabei kann er ein manchen Momenten eine recht hohe Intensität herstellen und den immer stärkeren Fanatismus des Mannes plausibel und greifbar zu machen.
Hin- und hergerissen aus Angst und Unsicherheit steuert der normale Bürger der ultimativen Paranoia entgegen.
Ein brisanten Drama - beinahe schon in Kammerspielmanier - dass durch gute Darsteller getragen wird.
Action ist beinahe Fehlanzeige, der Film interessiert sich hauptsächlich für die Psychologie des Voyeurs.
Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.
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