Regie: George Sherman
Entführern auf der Spur...
Ich gebs ja zu: Ich bin ein Fan vom Duke und auch dieser Film bietet besonders im Mittelteil eine Reihe von Sequenzen, wo sich die Legende genüsslich austoben kann.
Gute Bilder begleiten die Story, die den Kontrast zwischen klassischem und spätem Western sichtbar machen. Der Film zeigt einerseits noch mal die alten Strukturen, aber nicht nur die Automobile verraten, dass eine neue Zeit im Westen angebrochen ist.
Für die gute Kameraarbeit war William H. Clothier verantwortlich.
Etwas schwächer finde ich die etwas schludderige Inszenierung der Entführungssequenz und des Showdowns. Da hat George Sherman meines Erachtens etwas oberflächlich inszeniert, aber gut - auch wenn ich viele seiner Filme schätze. Er ist kein Howard Hawks und es wimmelt von Logikfehlern und von Szenen, die man mit etwas mehr Tiefgang hätte machen müssen.
Die Darsteller Wayne und O`Hara zeigen keinerlei emotionale Regung und es hätte bei der etwas verworrenen Familienkonstellation schon Bedarf gegeben, die Protagonisten etwas ausführlicher zu erklären. 5 Minuten mehr hätten sicherlich nicht geschadet. Auch das Ende kommt abrupt, Wayne - der ja im ganzen Film nicht unbedingt der Familienmensch war - trauert nicht mal um seine besten Freunde, den Indianer und den Hund, obwohl die beiden ihm ja näher standen wie seine ungeliebte Familie. Das wirkt nicht schlüssig.
Etwas schwächer finde ich die etwas schludderige Inszenierung der Entführungssequenz und des Showdowns. Da hat George Sherman meines Erachtens etwas oberflächlich inszeniert, aber gut - auch wenn ich viele seiner Filme schätze. Er ist kein Howard Hawks und es wimmelt von Logikfehlern und von Szenen, die man mit etwas mehr Tiefgang hätte machen müssen.
Die Darsteller Wayne und O`Hara zeigen keinerlei emotionale Regung und es hätte bei der etwas verworrenen Familienkonstellation schon Bedarf gegeben, die Protagonisten etwas ausführlicher zu erklären. 5 Minuten mehr hätten sicherlich nicht geschadet. Auch das Ende kommt abrupt, Wayne - der ja im ganzen Film nicht unbedingt der Familienmensch war - trauert nicht mal um seine besten Freunde, den Indianer und den Hund, obwohl die beiden ihm ja näher standen wie seine ungeliebte Familie. Das wirkt nicht schlüssig.
Ein ganz wüster Haufen ist die McFain Bande. Mit dem Anführer John
McFain (Richard Boone) reiten so finstere Gesellen wie O´Brian (Glenn
Corbet), Pop Dawson (Harry Carey jr), John Goodfellow (Gregg Palmer),
Trooper (Jim Burk), Kid Duffy (Dean Smith), Will Fain (Robert Warner),
Billy Devries (Everett Creach) und Walt Devries (Jeff Wingfield). Diese
fiesen Banditen führen die Entführung des kleinen Little Jake McCandles
(Ethan Wayne) mit der gemeinsten Brutalität aus. Ohne Rücksicht auf
Verluste erschießen sie den Vormann, einige Arbeiter und
Hausangestellteder McCandels Ranch und verletzen den jungen Jeff
McCandles (Bobby Vinton) schwer. Seiner Mom (Maureen O´Hara) haben sie
auf einen Zettel die weiteren Anweisungen gegeben. 1 Million Dollar
Lösegeld und dies soll nach Mexiko gebracht werden, denn dort können die
Banditen nicht vom Sheriff verfolgt werden. Martha McCandles lebt
schon seit Jahren allein, von ihrem Mann Jacob McCandels heißt es, dass
er wegen der Frauengeschichten die Ehe ruiniert hat. Dennoch hat Martha
ihn auserkoren den Enkel aus den Händen der Banditen zu befreien. Nur
ein brutaler Halunke wie ihr Gatte kann diese Aufgabe lösen, den Jungen
gegen den riesigen Geldschrank auszutauschen. McCandles ist trotz seiner
jahrelangen Abwesenheit ein Familienmensch und sagt natürlich sofort zu
seinen Enkel aus der Hand der Schurkenschaft zu befreien. Dabei müssen
ihm aber "Hund", sein Rough Collie und der Indianer Sam Sharpnose (Bruce
Cabot) nehmen. Auch seine Söhne James (Patrick Wayne) und der
motorradbegeisterte Michael (Christopher Mitchum) wollen ihm bei dieser
gefährlichen Mission zur Seite stehen....
Der Unterhaltungswert dieses 1971 gedrehten Western ist sehr groß
und inzwischen kann man ihn trotz einiger Schwächen zu den besten John
Wayne Spätwestern zählen. John Wayne spielt natürlich einmal mehr John
Wayne und der Fan hat das Vergnügen das kauzige Rauhbein in Höchstform
zu erleben. Es war auch der letzte Film von Routinier George Sherman,
der sich in den 50er Jahren vor allem durch seine zahlreichen guten
B-Indianerwestern wie "Im Lande der Comanchen", "Tomahawk", "Die
Schlacht am Apachenpass" oder "Speer der Rache" einen guten Namen machen
konnte. "Big Jake" spielte in den USA gute 7,5 Millionen Dollar ein.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
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