Sonntag, 9. Dezember 2012

Verblendung













Regie: Niels Arden Oplev

Auf der Suche nach der verschwundenen Harriet...

Der bekannte Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Michael Nykvist) ermittelte für seine Zeitung gegen den korrupten Unternehmer Wennerström. Leider war das Beweismaterial teilweise gefälscht und so wird er wegen bösartiger Verleumdung und infamen Rufmord zu 3 Monate Haftzeit verurteilt.
Bis zum Antritt dieser Strafe hat er noch ein bisschen Zeit und so kommt die überraschende Einladung von dem steinreichen Unternehmer Henrik Vanger (Sven Bertil Taube) zu einem Treffen nicht ungelegen.
Das mittlerweile 82 jährige Oberhaupt der Vanger-Dynastie engagiert den Journalisten für den letzten Versuch Licht ins Dunkel über seine seit 40 Jahren verschwundene Nichte Harriet zu bringen. Die Frau ist seit einem Familienfest im Jahr 1966 verschwunden, fiel sie einem Verbrechen zum Opfer ?
Seit dieser Zeit erhält der Unternehmer aber jedes Jahr eine gepresste, getrocknete Blume von anonym zu seinem Geburtstag geschickt, dies bringt er mit seiner Nichte in Verbindung. Der alte Mann ist sich sicher, dass die Blumen vom möglichen Mörder kommt, der zudem aus dem engen Familienkreis stammen muss.
Zuvor hat der alte Mann Blomkvist durch ein Detektivbüro überprüfen lassen, die junge psychisch labile und gepiercte Ermittlerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace) wurde undercover auf ihn angesetzt. Die junge Frau ist eine interessante Persönlichkeit mit gewaltreicher Kindheit, langer Psychiatrieerfahrung und steht inzwischen unter Vormundschaft.
Nina Sallander hat aber nicht nur beruflich Interesse an Blomkvist, so dass sie auch nach Beendigung ihrer Ermittlertätigkeit dessen PC durchschnüffelt und so von seinem neuen Auftrag erfährt. Da die junge Frau mit einigen ausserordentlichen Fähigkeiten ausgestattet ist, könnte sie hilfreich sein. Aber erstmal müssen sich die beiden kennenlernen....
So die Anfangskonstellation eines vielschichtigen Thrillers.


Mit seiner s.g. "Millennium-Trilogie" gelang dem schwedischen Schriftsteller Stieg Larsson posthum ein internationaler Roman Bestseller. Der erste Teil dieser Trilogie "Verblendung" (Original: Män som hatar kvinnor) war sogar 2008 das meistverkaufte Buch in der EU. Die Verfilmung realisierte der dänische Regisseur Niels Arden Oplev.
Teil 2 "Verdamnis" (Flickan som lekte med elden) und Teil 3 "Vergebung" (Luftslottet som sprängdes) sind die bereits gedrehten Nachfolger, bei denen Daniel Alfredson den Regiestuhl übernahm.
Auch die Verfilmungen waren grosse Erfolge, "Verblendung" beispielsweise zählt bereits jetzt schon in ganz Skandinavien zu den erfolgreichsten Kinofilmen aller Zeiten.
Niels Arden Oplevs Film beginnt langsam und steigert sich von Minute zu Minute bis zu einer atemberaubenden Hochspannung, die den Hauptteil des Films prägt. Die Geschichte, die sich zunehmend sogartig in die gefährliche Nähe grausamer und höchst gefährlicher Familiengeheimnisse entwickelt, hat alle Voraussetzungen für einen baldigen Klassikerstatus im Genre des Suspence-Thrillers. Dabei ist es ein grosses Plus, dass die beiden Hauptdarsteller so gut miteinander funktionieren und mit Nina Salander eine äusserst interessante Filmfigur und ebenso ambivante Persönlichkeit vorgestellt wird, die lange noch nicht alle ihre Geheimnisse preisgibt.
Nicht umsonst wurde Noomi Rapace mit dieser markanten Rolle für den Europäischen Filmpreis nominiert.


Bewertung: 9 von 10 Punkten.

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