
Regie: Patrick Hughes
Ein böser Mann kehrt heim...
Der junge Polizist Shane Cooper (Ryan Kwanten) lässt sich wegen seiner ängstlichen und nervösen Frau Alice (Claire van der Boom) zuliebe von der hektischen Stadt ins australische Outback versetzen.
In diesem Hinterland liegt das kleine Städtchen Red Hill mit ganzen 102 Einwohnern.
Doch der erste Arbeitstag hat es bereits in sich. Shane vergisst in der Hektik zuhause seine Dienstwaffe und kriegt gleich einen Rüffel von seinem Boss, dem örtlichen Polizeichef Bill (Steve Bisley).
Bill ist modernen Sachen und lockeren Handlungen gegenüber nicht gerade aufgeschlossen, ein harter konservativer Mann.
Da kein Auto auf der Dienststelle frei ist, muss Shane seinen ersten Fall mit dem Polizeipferd absolvieren. Bei einem Rancher ausserhalb wurde Vieh angefallen und bestialisch zerfleischt. Der Rancher erzählt Shane von einer alten Geschichte über einen Wanderzirkus, der hier mal vor Jahren vorbeikam und davon, dass dort ein schwangeres Pantherweibchen in die Wälder und Berge geflüchtet sei. Aber sind schwarze Panther in Australien realistisch ??
Viel Zeit zum Nachdenken hat der Younster jedoch nicht. Als er zur Station zurückkommt, hat Bill schon eine etwa 10-Mann starke Bürgerwehr formiert, denn der Gewaltverbrecher Jim Conway (Tommy Lewis) ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und scheinbar zieht es ihn aus Rachegründen nach Red Hill.
Dieser Aborigine scheint jedenfalls das Bedrohlichste zu sein, dass das Städchen je erlebt hat. Bill lässt keinen Zweifel daran, dass man nicht lange fackeln wird und das Monster wie einen reudigen Hund abknallen will...
Patrick Hughes verlegt den Wilden Westen ins heutige Hinterland von Australien. Dabei hat der Film eine enorm starke erste Stunde, indem er ein langsames, aber intensives Tempo wählt und man sich mittendrin in diesem kleinen Kaff fühlt. Wenig Hektik, viel Ruhe, jeder kennt jeden...dann aber ändert sich das schlagartig und Shanes erster Arbeitstag wird es in sich haben.
Nachdem der Rächer es in die Stadt geschafft hat, gibt es leider etwas zuviel Übertriebenheit, die m.E. dem Gesamteindruck des ansonsten guten Neowesterns eher schadet. Hier gibts dann unlogische und unrealistische Handlungen einiger Figuren und auch der Plot ist etwas dick aufgetragen. Daher ist "Red Hill" bietet gute Westernunterhaltung, aber er hat nicht das Klassikerpotential wie etwa "No Country for old men", "Three Burials" oder "The Proposition", mit denen er verglichen wird.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.




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