
Regie: Kevin MacDonald
Durch den wilden Norden Britanniens...
Im Jahr 140 nach Christus: Das Römische Imperium erstreckt sich bis nach Britannien, doch nur der Süden der Insel ist eingenommen. Hoch im Norden der Insel herrschen rebellische Stämme, die sich nicht ergeben und die als sehr brutal und kampferprobt gelten.
Vor 20 Jahren verschwand dort, jenseits des Hadrianwalls, die gesamte 5000 Mann starke 9. Legion und mit ihr der goldene Adler, ein legedäres Symbol römischer Macht und Siege.
Marcus Flavius Aquila (Channing Tatum) einjunger römischer Centurio
lässt sich freiwillig hierher versetzen, sein Vater war einst der letzte, der diese goldene Standarte der 9. Legion hochhalten durfte. Um die Ehre seiner Familie wieder herzustellen, versucht er in seinem Dienst sehr heldenhaft zu sein und tatsächlich gelingt es ihm durch Mut und Glauben Angriffe der rebellischen Kelten unter Druidenführung zu bestehen, aber auch eigene Männer zu retten, deren Schicksal bereits hoffnungslos war.
Doch er muss einen hohen Preis zahlen: Er wird so schwer verletzt, dass er nicht nur ausgezeichnet, sondern auch, wegen dieser Verletzung ehrenhaft entlassen wird und bei seinem Onkel (Donald Sutherland), der in Südbritannien ein Anwesen hat, untergebracht wird.
Die Pläne den goldenen Adler im feindlichen Gebiet Richtung Schottland zu suchen, sind damit vorerst erledigt.
Doch indem er eine einheimischen Sklaven namens Esca (Jamie Bell) vor dem Tod durch einen Gladiator rettet wird diese gefährliche Reise doch noch möglich. Allerdings wird sie zu zweit absolviert von Herr und Sklave, der sich verpflichtet fühlt, weil er in der Schuld des Römers steht.
Die Reise führt zum gefährlichen Robbenstamm und dessen Anführer Liathan (Tahar Rahim)...
Kevin McDonald hat mit dem "Goldenen Adler der neunten Legion" einen Sandalenfilm gemacht, der ein bisschen an den etwas besseren "Centuruon" von Neil Marshall erinnert.
Aber auch MacDonalds Historienschinken hat seine Momente und schwächelt lediglich im Finish ein bisschen, wenn dann plötzlich Veteranen der 9. Legion auftauchen und dem neuen, bereits pensionierten Centurio auf Leben und Tod beistehen.
Ansonsten ist der Film sehr unterhaltsam und dynamisch, natürlich mit den üblichen Zutaten von Mut, Ehre und Kampf...aber auch von der ungleichen Freundschaft zweier Feinde.
Besonders gut gefällt in diesem Zusammenhang das realistische Setting, der authentische Look, +er rückt auch trotz aller Actionanteile die moralische Seite des römischen Imperialismus immer mal wieder in den Mittelpunkt.
Als Genrebeitrag ein rundum gelungenes Sorglospaket
Bewertung: 7 von 10 Punkten.






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