Donnerstag, 6. Dezember 2012

Der Falke und der Schneemann


























Regie: John Schlesinger

Zwischen den Geheimdiensten..

Seine besten Filme drehte John Schlesinger in den 60er und 70er Jahren. Für "Asphalt-Cowboy" erhielt er 1969 sogar den Oscar.
Ein sehr wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Academy Awards, markiert dieser Film auch den ersten Sieg des neuen, progressiven Hollywoods.
"Der Falke und der Schneemann" ist vielleicht seine beste Arbeit ab den 80er Jahren, kommt aber m.E. nicht ganz an seine Frühwerke heran.
Ein guter und intelligent erzählter 80er Jahre Film, aber aufgrund der Unentschlossenheit, weder ganz und gar Thriller oder Drama zu sein, leider kein Meisterwerk.
Mit Timothy Hutton und Sean Penn stehen zwei exzellente Schauspieler zur Verfügung, die ihre Rollen auch gut und glaubwürdig vermitteln können.
Der Film schwankt aber leider für mein Empfinden und ist für einen Spionagethriller zwar interessant, aber zumindest phasenweise etwas unspannend...für eine Charakterstudie zweier Aussenseiter zu wenig präzise im Vermitteln des Motivs.
Zumindest was die Figur des Christopher angeht, lediglich in einer Sequenz wird angedeutet, dass ein gravierender Vater/Sohn Hass schlummert.
Der Film beruht auf Tatsachen...

 Christopher Boyze (Timothy Hutton) schleicht sich aufgrund mangelnder Überzeugung aus seinem Priesterseminar heraus und widmet sich dem Nichtstun und der Falknerei.
Sein einflussreicher Vater, EX-CIA, besorgt ihm aber einen Job beim amerikanischen Geheimdienst.
Zuerst eher gelangweilt überwacht Christopher fortan hochbrisante Dokumente, die dubiose Machenschaften des Geheimdienstes offenbaren. Irgendwann zerstören diese Machenschaften aber sein Vertrauen in das bestehende System. Mit Hilfe seines chaotischen und dilettantischen Jugendfreundes Daulton Lee (Sean Penn), der zudem schwer drogenabhängig ist, beginnt Chris diese streng geheimen Informationen an die Sowjets zu verkaufen. Die Spionagetätigkeit ist für die beiden jungen, naiven Männer zwar sofort gefährlich und brisant, aber vor allen Dingen auch recht lukrativ, doch ziemlich schnell geraten die beiden Weltverbesserer zwischen die Fronten der beiden mächtigsten Geheimdienste und plötzlich geht es um Hochverrat.



Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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