
Regie: Gregory Hoblit
Schachpartie...
Jennifer (Embeth Davidtz), die Frau des vermögenden Flugzeugbauunternehmers Ted Crawford (Anthony Hopkins) trifft sich als Mrs. Smith heimlich zweimal in der Woche mit ihrem Lover im Hotel. Der eifersüchtige Ehemann hat das Fremdgehen seiner Frau aber schon entdeckt und stellt die Ehebrecherin eines Abends zur Rede. Er hat auch schon einen perfiden Plan gefasst, seine Frau zu töten. Er schießt ihr in den Kopf. Durch die Schüsse im Haus alarmiert, ist die Polizei sehr bald vor dem Anwesen versammelt. Dem Polizisten Rob Nunally (Billy Burke) gelingt es Crawford zu überreden, ihn ins Haus zu lassen, wo er die regungslose Frau am Boden inmitten einer Blutlache sieht. Er überwältigt den Ehemann, der ihm ein paar Augenblicke vorher die Tat gestand.
Sie stirbt an der Schussverletzung jedoch nicht, sondern überlebt in einem komatösen Zustand, von dem sie aber wahrscheinlich nie mehr erwachen wird.
Crawford wird daraufhin von dem ehrgeizigen, noch recht ungen Staatsanwalt Willy Beachum (Ryan Gosling) wegen versuchten Mordes angeklagt.
Die Fakten scheinen klar zu liegen, denn Crawford hat sein Geständnis auf dem Revier noch einmal wiederholt und unterschrieben.
Der Winnertyp Beachum hat vor nach der erfolgreichen Beendigung dieses letzten Falles zur berühmten Anwaltskanzlei Wooton & Simms zu wechseln. Beachum leidet ein bisschen an chronischer Überheblichkeit und kümmert sich nur sehr oberflächlich um den Mordversuch Crawford, stattdessen flirtet der Yuppie recht heftig mit seiner zukünftigen Chefin Nikki Gardner (Rosamund Pike). Vor Gericht entwickelt sich jedoch überraschend ein Spiel zwischen Beachum und Crawford, dass Beachums Nochchef Joe Lobruto (David Strathaim) große Sorgen bereitet.
Denn alsbald gibt Crawford Gas und es sieht so aus, wie wenn ihm das perfekte Verbrechen gelungen wäre und Beachum ihm um Längen unterlegen scheint...
Gregory Hoblit versteht es gute Gerichtsthriller mit ansprechender, spannender Story und überraschendem Plot zu inszenieren. Sein "Zwielicht" machte Edward Norton auf einen Schlag berühmt.
Und auch "Ein perfektes Verbrechen" ist ein perfekt inszeniertes Katz- und Mausspiel zwischen zwei interessanten Kontrahenten. Anthony Hopkins darf den überlegenen Kotzbrocken spielen und Ryan Gosling brilliert als aufstrebender Großverdiener, der erst spät seine Stärken ausspielen kann. Die Geschichte ist zwar etwas konstruiert, doch die starken Akteure machen dieses kleine Manko sehr schnell wett, es ist eine Freude den beiden gleichwertigen Figuren zuzusehen. Die Dialoge sind sehr gut gelungen und so erweist sich "Fracture" (so der Originaltitel) als einer der besten Gerichtsfilme der letzten Jahre. Der Schlagabtausch ist bis zuletzt fesselnd.
Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.










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