Samstag, 8. Dezember 2012

Im Geheimdienst ihrer Majestät




















Regie: Peter Hunt

Orbis non Sufficit...

"Das wär dem anderen nie passiert" - so ironisch kommentiert der neue James Bond (George Lazenby) sein Versagen an einem Strand in Portugal und nimmt Bezug auf Sean Connery, der vorherige erfolgreiche 007-Darsteller.
Mit seinem Aston Martin DBS wollte er diesmal nicht nur mal schnell die Welt retten, sondern die schöne Contessa Teresa di Vincenzo (Diana Rigg), die von ihren Freunden Tracy genannt wird, in Schwierigkeiten zu stecken scheint und mit ihrer emotionalen Instabilität ihren Papa, den korsischen Mafiapaten Marc Ange Draco (Gabrielle Ferzetti) lauter Sorgenfalten bereitet.
Dieser lässt unseren Superagenten entführen und macht ihm den Vorschlag sein bockiges Töchterlein einfach zu ehelichen, denn die brauche nun mal einen Mann, der Herr im Haus ist.
Bond lehnt natürlich ab, denn er hat keine Freundin, sondern immer wieder eine neue Gespielin, will aber vom Vater der möglichen Braut Informationen über den Superschurken  Ernst Stavro Blofeld (Telly Savalas), dem Chef der Verbrecherorganisation Spectre - ein Gauner, der nichts weiter als die Weltherrschaft anstrebt.
Während Bond schöne Tage mit Tracy verbringt und sich ein bisschen verliebtsein leistet, erfährt er den Aufenthalt des Oberschurken. Dieser residiert hoch oben in den schweizer Bergen auf dem Piz Gloria (Schilthorn) und betreibt dort mit seinen Mitarbeitern Frau Irma Bunt (Ilse Steppat) und Grunther (Yuri Borienko) eine obskure Forschungseinrichtung.
Bond verschafft sich dort Zutritt in der Person des etwas trotteligen Heraldiker Sir Hillary Bray. Dieser soll auf Bitten von Blofeld bestätigen, dass dieser die Anerkennung des Adelstitels Comte de Bleuchamp erhält.
Nicht ganz so einfach, denn das spezielle Familienmerkmal vom fehlenden Ohrläppchen wird nicht erfüllt.
Was der getarnte Bond aber entdeckt, sind 10 Schönheiten, die sich bei Blofeld einer Allergietherapie unterziehen.
Natürlich schreckt der Oberschurke auch nicht davor zurück, die Frauen für kriminelle Zwecke zu hypnotisieren. Als Bond dies herausfindet, schwebt er natürlich akut in Lebensgefahr...



Der 6. Bond "Im Geheimdienst ihrer Majestät" ist der einzige Film bei dem der Australier George Lazenby den Bond mimt.
Der Film ist wunderbar trashig - aber genauso edel verfilmt und in drei Teile aufgegliedert. Teil 1 widmet sich dem Kennenlernen von Bond und Tracy, Teil 2 spielt in der schweizer Bergwelt, die Welt ist in Gefahr und Bond gefangen in den Bergen, in dem actionreichen Teil 3 geht es wieder runter ins Tal, dazu gibts gewagte und wirklich fesselnde Stunts, Abfahrtsszenen, Einlagen auf der Bob-Bahn sowie ein Wiedersehen mit Tracy auf dem Volksfest in Mürren. Für die in der Schweiz gedrehten Skiszenen war das Team von Willy Bogner verantwortlich.
Peter R. Hunt drehte "Im Geheimdienst ihrer Majestät" im Jahr 1969. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der einzige Lazenby Bond zu einem der beliebtesten der Bond Reihe.
Er wird immer mal wieder genannt, wenn der beste Bond Film aller Zeiten ausgewählt werden soll.
Für mich ist dieser Film auch noch vor "Goldfinger", "Liebesgrße aus Moskau" und "Casino Royale" die Nr. 1 in Sachen 007.



Bewertung: 10 von 10 Punkten.

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