Donnerstag, 6. Dezember 2012

8 Blickwinkel




Regie: Pete Travis

Gute Idee, Schwache Ausführung..

Hätte gut werden können: Diese aus verschiedenen Positionen abgeleitete Analyse vom Ablauf einer grossangelegten Verschwörung, die an einem weltweit von den Medien übertragenen Antiterror Gipfel im spanischen Salamanca mehrfach perfide zuschlägt: Terroristischer Anschlag auf die Zuschauer dieser Veranstaltung inklusive Attentat auf den amtierenden US-Präsidenten (William Hurt).
8 Blickwinkel fungieren sozusagen als diese Puzzleteilchen, die erst gesamthaft das grosse Ganze ergeben und den Zuschauer scheibchenweise immer wissender machen.
So eine Art "Rashomon" des Politthrillers. Und die Idee aus "Kagemusha" ist auch drin...ansonsten aber wenig Klasse ala Kurosawa.

 Was bleibt ist eine gute Idee, die sogar für eine gewisse Zeit prima funktioniert, aber ab der zweiten Hälfte des Films leider auf ganzer Linie scheitert:
Die ersten Puzzleteile oder Blickwinkel vermitteln noch eine gute Spannung, zusätzliche Rätsel und einige reizvolle Überraschungen, mit denen man jetzt nicht unbedingt gerechnet hätte.... zudem sind einige Charaktere wie beispielsweise die beiden Secret Service Agents Thomas Barnes (Dennis Quaid) und Kent Taylor (Matthew Fox) sehr interessante Figuren.
Je mehr Blickwinkel aber dazukommen, desto mehr Chaos und Kopfschütteln macht sich breit... der Film gerät leider völlig aus der Spur. Die Kamera springt von einer Figur zur nächsten, die Handlung wird immer haarsträubender und leider auch unglaubwürdiger. Die Macher haben sich in der zweiten Hälfte ausschliesslich auf den Actiongehalt diverser Verfolgungsjagden verlassen, die Story blieb auf der Strecke.

Bewertung: 4 von 10 Punkten.

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