Donnerstag, 6. Dezember 2012

Blood Diamond

 

Regie: Edward Zwick

Erst mal DVD ausleihen, denn einmal sehen, reicht völlig aus.

Und das beschreibt auch irgendwie den Wert des Films. Er ist kein Film für die Ewigkeit, eher einer, der schnell vergessen wird, weil seine Aussage unverbindlich bleibt, seine hohe Ambition, die er erfüllen möchte, zu keiner Zeit wirklich einhält.
Das mit dem Ausleihen hab ich zwar nicht gemacht, denn man ist ja auch aufgrund der guten und raffinierten Werbekampagne als Konsument auch irgendwie manipulierbar. Das zog sich ja bereits wie ein roter Faden durch die Filmauslese 2007, die Oscar-Verleihung hat diesen Eindruck noch mit verstärkt, dass plötzlich die beiden Trendthemen in diesem Kinojahr zum einen "innovatives Mexico" und zum Zweiten "Kontinent Afrika" heissen. In dem erstgenannten Fall ist es durchaus berechtigt, die hochgelobten Filme über Afrika haben mich bislang aber alle masslos enttäuscht und dabei gäbe diese Thematik doch soviel Stoff für klasse Filme, auch mit Tiefgang.
Das Problem ist wieder einmal mehr, dass hier im Vorab ein gewisser Anspruch propagiert und suggeriert wird, den das Werk auf der Leinwand dann in keinster Weise erfüllen kann, eigentlich ist es ein einigermassen unterhaltsamer, aber doch recht platter Abenteuerfilm. Es macht sich wegen der Erwartungshaltung und der verschenkten Möglichkeiten einmal mehr Enttäuschung breit...
Zwick ist halt Zwick und nie besonders an Substanz interessiert, er macht Filme mit guter Optik, interessanter Kulisse und bleibt dennoch immer blutarm, weil er kein guter Geschichtenerzähler ist.
Bewertung: 4,5 von 10 Punkten.

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