Donnerstag, 6. Dezember 2012
Prestige
Regie: Christopher Nolan
Trügerische Illusion
Am Ende steht die Klonmaschine, die sich eigentlich wie "Die Zeitmaschine" anfühlt, aber ich finde dieser Plot passt zum Film, der im viktorianischen Zeitalter spielt und bereits andeutet, dass eine Zeit der Wissenschaft und Technik die alte Zeit ablöst.
Die Geschichte ist durchgehend spannend und wer einen gut gemachten Unterhaltungsfilm erwartet, der wird mit "Prestige" zufrieden sein.
Christopher Nolasn hat bereits mit "Batman Begins" seine Fähigkeiten bewiesen und kann auch dem Popcorn-Kino besondere Impulse und neuen Glanz vermitteln.
So auch Prestige...ein sehr guter Ausstattungsfilm, der mit Liebe zu Detail und mit einer sehr interessanten Thematik aufwartet...dem Zaubertrick des Magiers.
Und wir erleben zwei Kontrahenten, die schicksalshaft miteinander verbunden sind, weil sie beide Fanatiker in ihrem Gebiet sind und nur das eine Ziel haben, den anderen in diesem Metier zu übertreffen..für diese Zielsetzung wird alles untergeordnet. Der eine davon ist der bessere Trickmeister, der andere versteht sich als perfekter Entertainer. Und sie versuchen sich immer wieder gegenseitig zu sabotieren und auf falsche Fährten zu locken.
Konkret geht es um den Zaubertrick "der transportierte Mann", der im Film zweimal, jeweils von Kontrahenten variiert bzw. abgewandelt wird mit dem Ziel die grösstmöglichste Perfektion des Tricks zu erreichen, er wird zum "neuen transportierten Mann" und am Schluss zum "wahren transportierten Mann"...und jedes Mal funktioniert der Trick anders.
Dabei ist die Plot Variante eine ausserordentlich gute Idee und sogar eine geniale Steigerung zum Doppelgänger und der Klonvariante, aber leider wird sie für meine Begriffe am Ende zu sehr des Effektes wegen in ihrer Wirkung unglaubwürdig. Rache vor Rettung...dieser Schluss lässt mich doch etwas ratlos zurück. Oder habe ich etwas an Logik übersehen, bei all der Überdosis Magie und Zaubertrickvorstellung.
Das ist am Ende dann doch sehr holprig und wirkt unglaubwürdig, hier wurde vielleicht das Thema "emotionale Bindung" übersehen.
Also fühle ich mich am Ende des Films wie ein Zuschauer einer dieser Zaubervorstellungen, alles war faszinierend und dennoch denke ich, dass irgendwas nicht gestimmt hat.
Mit diesem Eindruck entlässt mich der Film. Vielleicht gewollt, dann wäre er ja seinem Thema dann doch noch verdammt gerecht geworden.
Bewertung: 9 von 10 Punkten
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