Donnerstag, 6. Dezember 2012

Die Wasser der Hügel


























Regie: Claude Berri

La Provence...

Die Verfilmung von des Romans "Die Wasser der Hügel" von Marcel Pagnol wurde in zwei Teilen realisiert. Der erste Teil hat den Titel "Jean Florette" und Teil zwei heisst "Manons Rache". Beide Filme wurden im gleichen Jahr 1986 von Claude Berri inszeniert.
Diese tragische französische Heimatsage spielt inmitten einer wunderbaren idyllischen Landschaft in einem kleinen Berg-Dorf in der Provence zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Von dem Geschlecht der Soubeyran Familie sind nur der alte reiche und gewitzte Onkel Papet (Ives Montand) und sein etwas unterbelichteter, aber bauernschlauer Neffe Ugolin (Daniel Auteuil) übrig geblieben. Ugolin möchte seinen Lebensunterhalt zukünftig mit dem Anbau von Nelken verdienen - dazu benötigt er aber sehr viel Wasser und dazu bräuchte er das Land seines störrischen Nachbars Pique-Bouffigue. Dieser will aber nicht verkaufen, es kommt im Verlauf der Verhandlung zum Streit, der für den Nachbarn tödlich endet. Papet und Ugolin verschleiern den Totschlag. Erbe des Grundstückes sind die Nachkommen einer gewissen Florette, einst die einzige Liebe des alten Junggesellen Papet. Papet glaubt zuerst, dass das Grundstück an irgendwelche Stadtmenschen fällt und es leicht sein wird, ihnen das Land billig abzukaufen - doch der Sohn von Florette, Jean (Gerard Depardieu) ein buckliger Finanzbeamter, liebt das Landleben und hat eine Menge innovativer Ideen, wie das Land- und Bauernleben lukrativ sein wird: Eine Hasenzucht oder der Anbau einer asiatischen Melonenfrucht. Das wichtigste aber ist das Wasser, aber die Quelle des Grundstücks hat Papet heimlich mit Ugolin verschlossen, um es wertlos zu machen und den eifrigen Stadtmenschen zur Aufgabe zu zwingen....




Teil 2 spielt ca. 10 Jahre später, die Tochter von Jean Florette, Manon (Emmanuelle Beart) ist inzwischen zu einer jungen Frau herangewachsen.
Mit langsamem, bedächtigem Timing und wunderschönen Bildern steigert Claude Berri die Dramatik seiner epischen Geschichte.
Für den damaligen Newcomer Daniel Auteuil war "Die Wasser der Hügel" der grosse Durchbruch. Er konnte für seine Rolle des ambivalenten Ugolin den Cesar als bester Schauspieler gewinnen. Auch Ives Montand brilliert in einer seiner letzten grossen Rollen als überlebensgrosser und verbitterter Patriarch, der sich erst gegen Ende seines Lebens Gefühle leistet...
Die beiden Werke entfalten als Einheit eine grosse Erzählkunst, nicht nur durch die Kraft der Bilder und sind ein eindrucksvolles Beispiel für die grosse europäische Talent gute, stimmige Literaturverfilmungen fürs Kino inszenieren zu können.

 Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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