Donnerstag, 6. Dezember 2012

Enttarnt






















Regie: Billy Ray

Spionage als Kammerspiel...

 Als kleine Perle von Film entpuppt sich "Enttarnt - Verrate auf höchster Ebene". Vorausgesetzt man ist nicht wegen der stillen, langsam aufbauenden Machart enttäuscht und findet auch an einem minimalistischen, duellartigen Kammerspiel zweier Hauptfiguren Gefallen.
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit: Der verdiente FBI-Agent Robert Hanssen wird 2001, nachdem er monatelang von seinem Arbeitgeber observiert wurde, als Verräter enttarnt. Hanssen hatte jahrelang nicht nur sehr bedeutende Staatsgeheimisse an den KGB verkauft, er lieferte darüberhinaus mehr als 50 Agenten für Amerika ans Messer. Der ruhige Film erzählt von den letzten zwei Monaten vor Hanssens (Chris Cooper) Verhaftung, der hochintelligente, brilliante Sonderling ist intern längst entlarvt, man braucht nur noch diesen letzten, unumstößlichen Beweis.
Diesen soll der ehrgeizige FBI-Youngster Eric O`Neill (Ryan Phillippe) liefern. Er wird zum Sekretär des eigenbrötlerischen Hanssen und dies ist der Beginn einer zuerst fruchtlosen und dann immer spannenderen und für beide Männer extrem aufreibende Überwachung.
Cooper spielt in oscarreifen Regionen diesen Doppelagenten mit arrogantem, ambivalenten Charakter, allerdings kann Ryan Philippe als positiver Part beim Duell gut mithalten.


In einer Nebenrolle brilliert das ewige Talent Laura Linney als 0` Neills Chefin Kate Burroughs.
"Enttarnt" erinnert mit seiner atmosphärisch dichten Machart an einige Klassiker von Sidney Lumet.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

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