Samstag, 8. Dezember 2012

Sergeant Waters - Eine Soldatengeschichte



Regie: Norman Jewison

3 Tage Zeit zum Aufklären....

1944: Auf einer Militärbasis in Tynin, Lousiana im Süden der USA wird der schwarze Sergeant Vernon Waters (Adoph Caesar) erschossen.
Sowohl die Einheimischen als auch die schwarzen Soldaten auf der Basis glauben, dass der Ku-Klux-Klan hinter diesem Mord stecken könnte.
Konflikte zwischen weißen und schwarzen Soldaten sind nun nicht mehr ausgeschlossen. Für die Aufklärung des Mordes reist ein Captain Davenport (Howard E. Rollins) an, einer der ersten schwarzen Offiziere, die die Soldaten der Basis zu Gesicht bekommen. Dementsprechend auffällig wie aufmerksam wird sein Erscheinen verfolgt, die schwarzen Soldaten hegen große Hoffnung, dass einer von Ihnen auch die richtigen Ambitionen mitbringt, um den Fall zu klären.
Die Heeresleitung wünscht, dass die Angelegenheit rasch, zügig und ordentlich erledigt wird, denn es gilt vor allem möglich aufkommende Rassenunruhen zu verhindern.
Vor allem sollen aber auch mögliche verdächtige weiße Soldaten geschützt werden.
Ansonsten spielen die dunkelhäutigen, sportlichen Boys im Camp vor allem Baseball.
Von seinen Vorgesetzten kann sich Davenport nicht viel Hilfe erhoffen, die Befragungen bei Waters Einheit zeigen auch, dass der Mann selbst bei den Schwarzen nicht sonderlich beliebt war.
Waters war laut den Schilderungen ein Mann von großem persönlichen Stolz und Würde. Ein Mann, der der afro-amerikanischen Rasse den wie er es nannte "rechtmäßgen Platz in der Geschichte" erstreiten will. Dabei ist er selbst von Hass gegen seine Brüder getrieben, denn es sind ihm schwarze Männer vor allem dann  ein Dorn im Auge, wenn er sie für faul hält oder wenn diese als naive Clowns vor den Weißen agieren. Diese Rolle sieht er auch beim talentierten Sänger und Basballspieler CJ Memphis (Larry Riley), einem einfachen, aber sehr netten Analphabeten, dem die Sympathien nur so zufliegen

"Sergeant Waters - Eine Soldatengeschichte" wurde von Norman Jewison im Jahr 1984 gedreht. Der Film basiert auf dem von Charles Fuller konzipierten Pulizer preisgekrönten Broadway Stück "A Soldiers Play".
Dreimal wurde der Film für die Academy Awards nominiert, darunter als bester Film.
Für die Musik zeichnete sich Meister Herbie Hancock verantwortlich, Patti LaBelle steuert als Barsängerin einige Gospels bei, die die Atmosphäre des Südens gut wiedergibt.
In einer seiner ersten wichtigen Rollen ist der junge Denzel Washington zu sehen.
Dabei liegt der Schwerpunkt des Films nicht auf besonders spannenden Ermittlungen in dem Mordfall, sondern der Film lotet die Psychologie des Drill Instruktors Waters aus, setzt sie in Bezug zu dem Groll seiner Männer.
Dadurch gelingt eine gute Charakterstudie.
"Sergeant Waters" punktet als komplexes Stück zum Thema Rassismus, eingebettet in der Zeit des 2. Weltkrieges.

  Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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