Donnerstag, 6. Dezember 2012

Stay


























Regie: Marc Foster

Interessante Mystery-Variante

Marc Foster kann langsam aber sicher recht kontinuierlich eine erfolgreiche und auch vielseitige Filmographie vorweisen: Die Blockbuster mit Tiefgang "Monsters Ball" und "Wenn die Träume fliegen lernen", aktuell die neuen Arbeiten "Schräger als Fikton" oder "Drachenläufer"...zwischen diesen Werken mit "Stay" sein überzeugender Ausflug ins Mystery-Fach.
"Stay" ist Fosters bislang bester Film.
Dabei erinnert der Streifen stark an den immer noch sehr unterschätzten "Jacobs Ladder" und von der Machart "rätselhaft mit Wendungen und Plot am Ende" ganz nah am Geschmack der Zeit.
Interessant ist aber wie Marc Foster dieses beliebte Motiv bearbeitet und er wählte eine sehr düstere, auswegslose Variante.
Dabei standen ihm drei gute Darsteller zur Seite: Ewan McGregor als Psychiater, Naomi Watts als seine suizidgefährdete Freundin und Newcomer Ryan Gosling als eigentliche Hauptfigur des Films: Der Patient Henry Letham, der Stimmen hört und sich am 21. Geburtstag töten will.
Die einzelnen Filmszenen werden in verstörender Manier miteinander verknüpft, der Zuschauer nimmt eine enge Verflechtung von verschiedenen Wirklichkeitsebenen wahr und mehr noch: Die Ich-Struktur der Protagonisten fällt, die Charaktere verschmelzen auf seltsame und bizarre Art miteinander. Was passiert da ? Die sichere Realität als Halt verliert sich mehr und mehr...


Ein sehr interessanter Film, der durch die raffinierte Schnittarbeit auffällt und der seinen Spannungsbogen durch die Unausweichlichkeit einer sich andeutenden Katastrophe bis zuletzt aufrecht erhalten kann. Und auch das Ende bleibt düster und radikal genug, dass er sich als guter Vertreter seines Genres empfiehlt.

Bewertung: 6,5 von 10 Punktenl.

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