
Regie: Martin Koolhoven
Der letzte Winter des Krieges...
Holland im letzten Winter der deutschen Besatzungszeit: Dieser Januar 1945 ist richtig kalt und der See ist sogar stellenweise zugefroren.
In einem kleinen Dorf in der Nähe von Zwolle lebt der 14jährige Michiel van Beusekom (Martjn Lakemeier).
Eines Nachts sieht er wie eine britische Militärmaschine ganz nahe im Waldgebiet abstürzt.
Mit seinem besten Freund Theo (Jesse van Driel) erkundet er am Morgen danach das Wrack, doch die beiden Jungen werden von den deutschen Soldaten entdeckt und Michiel wird sogar gefasst. Nur durch das gute Ansehen des Vaters (Raymond Thiry), der im Dorf Bürgermeister ist, kommt der Junge auch mit einer Rüge von Hauptmann Auer (Dan van Husen) davon.
Es ärgert ihn aber insgeheim, dass der Vater mit den Nazis dahingehend kooperiert, dass er sich still und neutral verhält.
Ganz anders dagegen scheint sein Onkel Ben (Yorick von Wagenningen) zu sein, der die Familie bleibt und dann auch bei Ihnen wohnt.
Schwester Erica (Melody Klaver) ist Krankenschwester und die Mutter (Anneke Blok) ständig besorgt.
Durch Theos Bruder Dirk (Mees Peijnenburg), der sich beim Widerstand engagiert, gerät der Junge bald in eine schwierige Situation. Er entdeckt dadurch in einer Jägerhöhle im Wald den verletzten britischen Flieger Jack (Jamie Campbell Bower)....
"Winter in Wartime " oder "Mein Kriegswinter" heisst im Original "Oorlogswinter" und ist ein niederländisch-belgisches Kriegsdrama des Regisseurs Martin Koolhoven aus dem Jahr 2008. Er spielt im letzten Winter des Zweiten Weltkrieges, also nur einige Monate vor dem Ende des Krieges. Der Film basiert auf dem gleichnamigen 1975er Roman von Jan Terlouw.
Dabei wurde der Film vor allem in Holland und Belgien ein guter Erfolg. Daher wurde er auch als holländischer Beitrag für den Auslands-Oscar ausgewählt. Der Film konnte allerdings nicht die Hürde der besten Fünf Nominierten nehmen.
Trotzdem ist der geradlinig erzählte Film über mehrere Schicksale in den dramatischen Zeiten als der Krieg sich zu Ende neigt, sehr gut gelungen.
Die Schauspielerleistungen sind alle durchweg gut gelungen, die Kamera von Guido van Gennep fängt authentische, frostig wirkende aber auch sehr schöne Bilder des Kriegswinters ein.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.




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