
Regie: Tim Burton
Künstliche Wunderwelt...
Als Kind mit 6 Jahren hatte Alice Träume, die sie ins Wunderland führte, wo sie viele Abenteuer zu bestehen hatte. Ihrem Vater (Marton Csokas) erzählte sie davon.
Jetzt, 13 Jahre später, ist aus Alice (Mia Waskowska) eine hübsche junge Frau geworden, die mit ihrer verwitweten Mutter (Lindsay Duncan) in einer Kutsche zum Anwesen von Lord (Tim Pigott-Smith) und Lady Ascot (Geraldine James) fährt, dort findet eine viktorianische Gartenparty statt.
Was alle wissen, nur Alice nicht, ist dass gleichzeitig auch ihre Verlobung mit Hamish (Leo Bill), dem Sohnemann der Ascots, gefeiert werden soll.
Sie liebt ihn natürlich nicht und erfährt von der Überraschung kurz bevor Hamish den Heiratantrag in aller Öffentlichkeit im Pavillon loswerden will. Doch Alice ist heute abgelenkt, denn sie sieht im Gebüsch ein weißes Kaninchen (Michael Sheen). Sie verlässt nach dem Antrag die irrtierte Zuschauermenge und entschuldigt sich, dass sie kurz überlegen muss - folgt dem hoppelnden Häschen.
Sie gelangt sehr schnell zum Loch eines Kaninchenbaus und fällt leider hinein. Alice landet nach Ewigkeiten des freien Falls in einem runden Raum mit verschiedenen verschlossenen Türen, dort trinkt sie ein Getränk, dass sie kleiner macht und kann von einem Kuchen essen, der sie viel größer werden lässt.
Mithilfe dieser Lebensmittel gelangt sie durch die kleine Tür nach draussen und findet sich im Wunderland wieder.
Dort hat man schon auf sie gewartet oder auch nicht.
Der Prophezeiung nach wird die echte Alice am Blumertag den bösen Jabberwocky mit dem Schwert der Weißen Königin (Anne Hathaway) besiegen.
Doch zuvor wird sie Bekanntschaft der roten Königin Iracebeth (Helena Bonham-Carter) machen. Diese böse Frau führt ein grausames Regime im Wunderland. Doch mit dem Auftauchen von Alice formiert sich auch die Opposition. Der verrückte Hutmacher (Johnny Depp) und der verrückte Märzhase sind Helfer in der Not. Denn der Herzbube (Crispin Glover) der bösen Königin ist bereits mit dem Monster Bandersnatch unterwegs, um Alice gefangen zu nehmen...
Tim Burton wagte sich 2010 an die Realverfilmung von "Alice im Wunderland", der auf den Romanen "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" von Lewis Carroll basiert.
Bereits 1951 drehten die Walt Disney Studios einen abendfüllenden Zeichentrickfilm des Stoffes und landet mit den Jahren einen Kulthit.
Tim Burton durfte sich über eine phänomenales Einspielergebnis freuen, denn der Film landete überraschend in die Liste der 10 erfolgreichsten Kassenhits aller Zeiten.
Visuell ist der Streifen auch irre gut gelungen, aber das ist ja eigentlich bei jedem Tim Burton Film der Fall.
Auch die Verwandlung von Helena Bonham Carter versetzt den Zuschauer in schmunzelndes Staunen.
Trotz der vielen tollen Figuren und guter Effekte geht dem Film irgendwann im Wunderland etwas die Puste aus, ich halte den Film trotz hoher Schauwerte seltsam unspannend. Anerkennend sei erwähnt, dass Burton wohl wieder mal ein Klassiker des modernen Fantasyfilms gelungen ist, allerdings halte ich ihn für einen seiner bislang schwächsten Arbeiten.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen