Samstag, 8. Dezember 2012

Wer ist Hanna ?



Regie: Joe Wright

Tötungsmaschine mit reinem Herzen...

Wer ist Hanna ? Dieser Frage geht der gleichnamige Film nach, der Zuschauer lernt die 16jährige Hanna (Saoirse Ronan) in den ersten Szenen als geschickte Jägerin kennen, denn sie jagt im Winter mit Pfeil und Bogen einen Hirsch. Das Mädchen lebt mit ihrem Vater Erik Heller (Eric Bana) einsam in einem Wald in Finnland. Von der Aussenwelt sind die beiden abgeschottet, der Vater unterrichtete das Mädchen in vielen Künsten, auch in der Kunst des Kampfes, aber auch verschiedene Sprachen konnte sie sich aneignen und viel Wissen über die Kulturen und die Welt.
Der Vater hat sie auf eine Mission in der Zukunft vorbereitet, dort wird sie mit falscher Identität unterwegs sein müssen.
Wann diese Mission beginnt, liegt an einem Funksender. Hanna soll entscheiden, wann sie diesen Knopf betätigt und damit ihren Aufenthaltsort preisgibt.
Wie der Vater ihr sagte, wird diese Entscheidung auch zur Entscheidung zwischen Leben und Tod.
Denn die CIA Agentin Marissa Wiegler (Kate Blanchett) will den Tod der jungen Hanna und nur deren Tod bedeutet für Hanna den Sieg.
Während der Vater auf der Jagd ist, drückt Hanna den Knopf. Nun dauert es nur noch Stunden bis das Einsatzkommando in den finnischen Wäldern eintreffen wird. Erik verschwindet und Hanna lässt sich gefangen nehmen. Sie wird von der CIA nach Marocco verschleppt, dort kommt es zum ersten Treffen mit der Todfeindin, kann aber in die Wüste fliehen.
Auf ihrer Flucht lernt sie die etwa gleichaltrige Sophie (Jessica Barden), und deren kleinerer Bruder. Die sind mit ihren Eltern (Olivia Willams/Jason Flemyng) per Wohnwagen unterwegs. Verfolgt wird sie von einem Hamburger Barbesitzer namens Issacs (Tom Hollander) und zwei grimmigen Naziglatzköpfen.
Hannas Ziel ist Berlin, denn dort hat sie sich mit ihrem Vater im Grimms Haus im Freizeitpark Spreepark verabredet....

Joe Wright drehte mit "Wer ist Hanna ?" einen originellen Actionthriller mit einer jungen Superheldin, ganz in der Tradition von Luc Bessons "Nikita".
Sehr gut gelungen sind die originellen Locations, Hanna muss einige Länder durchqueren, bevor es im Berliner Spreepark zum ultimativen Showdown kommt. Der Film ist sehr spannend und unterhaltsam, gefällt aufgrund der hohen Stilsicherheit mit der Wright dieses Roadmovie von Finnland über Nordafrika nach Berlin inszeniert. 
Natürlich ist die Geschichte der kleinen Superagentin etwas absurd, aber insgesamt ist die britisch-deutsch-amerikanische Coproduktion gut gelungen und er pendelt geschickt zwischen Verträumtheit und brutaler Gewalt.
Das surreale Kinospektakel über eine junge autarke Survival-Spezialistin besitzt eine hohe suggestive Wirkung.
Bewertung: 6 von 10 Punkten.

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